Kirche/Kloster

Petruskirche

Pfarrbereich Halle, Petrus, An d. Petruskirche 3, 06120 Halle (Saale)

Highlights

  • Die Petruskirche in Halle-Kröllwitz wurde 1901 eingeweiht und steht markant auf einem 30 Meter hohen Porphyrfelsen am Saaleufer.
  • Architekt Johannes Matz entwarf die neogotische Hallenkirche mit einem 45 Meter hohen Turm und polygonalem Chor.
  • Die Rühlmann-Orgel mit 29 Registern und originaler Holzfassung zählt zu den klangvollen Besonderheiten der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Petruskirche

Die Petruskirche in Halle (Saale) ist ein markantes sakrals Kulturdenkmal im Stadtteil Kröllwitz. Auf einem etwa 30 Meter hohen Porphyrfelsen, dem sogenannten Tannenberg, erhebt sich der neogotische Kirchenbau direkt am Ufer der Saale und gegenüber der historischen Burg Giebichenstein. Diese besondere Lage prägt nicht nur das Erscheinungsbild des Gebäudes, sondern bestimmte auch seine Ausrichtung: Anders als üblich steht der Altar nicht im Osten, sondern im Norden der Kirche. Errichtet wurde die Petruskirche nach Plänen des Architekten Johannes Matz und 1901 feierlich eingeweiht.

Die dreischiffige Hallenkirche mit steilem Südturm dominiert durch ihre Höhenlage und den rötlichen Backstein sowie die polygonale Anlage des Chors die Landschaft entlang des Kröllwitzer Saalebogens. Das breite Mittelschiff wird durch Gurtbögen und ein Kreuzgewölbe geprägt, während Pfeiler und Fensterrahmen mit roten Klinkern verblendet sind, die sich deutlich vom weißen Mauerwerk und Gewölbe abheben. Besonders auffallend ist das Hauptportal im Turmschaft, flankiert von Treppentürmen zu den Emporen. Große Schallfenster mit hölzernen Jalousien sorgen für eine helle Atmosphäre im Innenraum.

Die Innenausstattung besticht durch ihre ursprüngliche Gestaltung und den Erhalt wertvoller historischer Elemente. Die Orgel an der Südseite stammt aus dem Jahr der Kirchenweihe und wurde später erweitert. Ihr Prospekt aus naturbelassenem Holz ziert der Anfang des Psalms „Singet dem Herrn ein Lied!“. Auch die Kanzel, die Kirchenbänke sowie Altar, Kreuz und Taufstein aus weißem Kalkstein wurden nach Entwürfen von Johannes Matz geschaffen. Besonders erwähnenswert ist das von Fritz Leweke gestaltete Kreuz mit vergoldetem Grund und einem Glaubensbekenntnis-Zitat. Die Kirche verfügt zudem über eine exzellente Akustik, die sie zu einem geschätzten Veranstaltungsort für Konzerte macht.

Die Geschichte der Petruskirche ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Stadtteils Kröllwitz, der bis 1900 eigenständig war und aufgrund des Bevölkerungswachstums eine eigene Pfarrgemeinde benötigte. Nach Kriegseinwirkungen in den 1940er Jahren wurde das Dach 1955 erneuert, und ab Mitte der 1990er Jahre fanden umfassende Sanierungsarbeiten statt. Heute wird die Kirche durch einen Förderverein gepflegt und ist ein geschätzter Ort der Ruhe, Besinnung und kulturellen Begegnung im Norden von Halle.

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