Butterfeld
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Butterfeld in Winterberg umfasst 5,66 Hektar und liegt im Hochsauerlandkreis.
- Es schützt ein artenreiches Biotopmosaik aus Magergrünland und natürlichen Sukzessionsflächen.
- Das Gelände zeigt Entwicklungspotenziale zu seltenen Magerrasen und Borstgrasrasen auf Silikatböden.
Tipps
- Wandern durch den abwechslungsreichen Mischwald mit steinigem Boden bietet einen abwechslungsreichen Naturerlebnis.
- Das Gebiet eignet sich für ungestörte Waldwanderungen und lässt leicht bekleidete Touren im Sommer zu.
- Aufgrund der natürlichen Verbuschung und Sukzessionsflächen ist das Tragen fester Schuhe empfehlenswert.
Eigenschaften
Über Butterfeld
Das Naturschutzgebiet Butterfeld befindet sich im Ortsteil Elkeringhausen der Gemeinde Winterberg im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Es liegt im Südosten von Winterberg, direkt an der Grenze zu Medebach, und ist Teil der landschaftlich reizvollen und waldbestandenen Region im südlichen NRW. Das ca. 5,66 Hektar große Areal ist seit Mitte der 2000er Jahre rechtswirksam als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen und trägt die Kennung HSK-442.
Das Gelände des NSG Butterfeld stellt eine ehemalige Rodungsinsel dar, die bis in die jüngere Vergangenheit als Weideland genutzt wurde. Während der nördliche Teil des ursprünglich größeren Gebietes mit Fichten aufgeforstet wurde, entwickelte sich der südliche Teil durch natürliche Sukzession und spätere Entbuschung zu einem vielschichtigen Mosaik aus Magergrünland, Verbuschungsflächen und naturnahen Waldstrukturen. Typisch für das Gebiet sind artenarme bis mäßig artenreiche Straußgrasrasen, vor allem geprägt durch Drahtschmiele und Besenginster. Im östlichen Randbereich finden sich zudem Borstgrasrasen mit Übergängen zur Blaubeer-Bergheide.
Das Schutzziel des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines strukturreichen Biotopverbundes aus magerem Grünland, Brachen und natürlichen Sukzessionsflächen. Diese Flächen bieten Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter auch solche mit besonderem Schutzstatus. Neben seiner ökologischen Bedeutung besitzt das Butterfeld auch kulturhistorische Relevanz als ehemalige Wüstung mit dem Namen „Westfeld“. Die Fläche wird heute als Beispiel für die Entwicklung ehemaliger Nutzflächen in einer geschlossenen Waldlandschaft wahrgenommen.
Das Gelände ist überwiegend steinig und bietet aufgrund seiner strukturreichen Vegetation und abwechslungsreichen Biotope eine gute Grundlage für die Beweidung mit Schafen oder Ziegen, um Verbuschung einzudämmen. Wanderwege durchqueren das Gebiet, darunter ein Schotterweg, der als Orientierungshilfe dient. Die Vegetation gliedert sich in verschiedenen Bereichen in Kahlschläge, Baumgruppen, Magerwiesen, Grünlandbrachen sowie Wildackerflächen. Diese Vielfalt an Biotoptypen trägt zur Biodiversität des Hochsauerlandes bei und zeigt Entwicklungspotenziale zu landesweit seltenen Magerrasen-Typen.