Glockenturm Martin-Luther-Kirche
Highlights
- Die Martin-Luther-Kirche in Hamburg-Nord wurde 1961 bis 1963 nach Plänen von Architekt Henry Schlote erbaut.
- Der Glockenturm ist 34 Meter hoch und steht freistehend am Hof, der zur Hindenburgstraße offen ist.
- Die Kirche verfügt über vier Glocken des Bochumer Vereins und eine Orgel aus dem Jahr 1967 von Emil Hammer.
Tipps
- Bei Besuchen der Martin-Luther-Kirche in Hamburg-Nord ist aufgrund des Verkehrslärms an der Hindenburgstraße mit akustischen Beeinträchtigungen zu rechnen.
- Die Kirche verfügt über einen freistehenden Glockenturm mit vier Glocken des Bochumer Vereins, die zu unterschiedlichen Tageszeiten geläutet werden.
- In der Umgebung finden Veranstaltungen wie der Martinsmarkt statt, der mit gebrauchten Kinderartikeln, Glühwein und Waffeln Familien anspricht.
Eigenschaften
Über Glockenturm Martin-Luther-Kirche
Der Glockenturm der Martin-Luther-Kirche steht mitten in Hamburg-Nord und prägt das Stadtbild von Alsterdorf. Die evangelisch-lutherische Kirche befindet sich direkt an der Hindenburgstraße in unmittelbarer Nähe zur Kreuzung mit der Bebelallee. Obwohl sie gut sichtbar ist, leidet sie aufgrund ihrer Lage an Verkehrslärm. Der Kirchturm ragt als eigenständiges Bauwerk 34 Meter hoch auf und bildet zusammen mit dem Gemeindezentrum einen architektonischen Schwerpunkt in der Gegend.
Die Kirche entstand in den frühen 1960er Jahren und war von Anfang an als Teil eines größeren Gemeindekomplexes konzipiert. Neben dem Gottesdienstraum mit Platz für rund 260 Personen gehören dazu ein Gemeindesaal sowie weitere Nebengebäude, die über einen überdachten Gang miteinander verbunden sind. Die Architektur des Bauwerks unterstreicht den offenen Charakter der evangelischen Gemeinde: Die Außenwände bestehen aus einer Kombination aus Beton, Ziegeln und Verblendmauerwerk in harmonischen ockerfarbenen Tönen. Besonders auffällig ist die leicht schräg stehende Südwand sowie eine asymmetrische Empore im Inneren.
Im Innenraum zieren kunstvolle Glasbetonfenster von Hanno Edelmann die Wände, während über dem Altar ein Betonrelief von Max Schegulla den Blick fesselt. Auch klangvoll präsentiert sich die Kirche: Vier Glocken des Bochumer Vereins befinden sich im Turm, deren Läuten zu unterschiedlichen Tageszeiten regelmäßig erklingt – manchmal sogar ungewöhnlich laut und lang, was Anwohnern im näheren Umkreis durchaus zu schaffen machen kann. Hinzu kommt eine Orgel aus der Werkstatt von Emil Hammer, erbaut in den späten 1960er Jahren, welche den musikalischen Rahmen vieler Gottesdienste bereichert.
Neben ihrem religiösen und kulturellen Wert dient die Martin-Luther-Kirche auch als Treffpunkt für verschiedene Veranstaltungen. So findet beispielsweise alljährlich der beliebte Martinsmarkt statt, bei dem Familien mit Kindern genauso willkommen sind wie Einzelne. Hier gibt es gebrauchte Spielwaren, Bücher, Kleidung sowie hausgemachte Speisen und Getränke wie Glühwein, Kaffee und Kuchen. Der Markt ist damit nicht nur für Gläubige, sondern für die gesamte Nachbarschaft ein fester Bestandteil des sozialen Lebens im Stadtteil.
Die Planung und Realisierung der Kirche erfolgte unter Leitung des Architekten Henry Schlote. Ursprünglich sollte der Hof zwischen den Gebäuden durch eine begrünte Pergola optisch abgegrenzt werden, was jedoch nicht umgesetzt wurde. Heute ist dieser Bereich zur Straße hin offen. Die Martin-Luther-Kirche gilt heute als geschütztes Denkmal und repräsentiert den modernen Kirchenbau Hamburgs in der Nachkriegszeit. Mit ihrer markanten Architektur, ihrer akustischen Präsenz und ihrem vielseitigen Angebot ist sie ein fester Bestandteil des Stadtteils und ein lohnenswertes Ausflugsziel für Interessierte aus der näheren Umgebung.