Zilleskapelle
Highlights
- Die Zilleskapelle steht am Hang des nach hl. Cyriakus benannten Zillesberges und wurde erstmals um 1100 erwähnt.
- Ein Kreuzweg mit 14 Hälften und ein Weg mit Stationen der "Sieben Schmerzen Mariens" führen zur Kapelle.
Tipps
- Die Zilleskapelle ist mit dem Auto bis kurz vor das Gelände erreichbar, bei nasser Witterung sollte der Weg jedoch aufgrund möglicher Rutschgefahr zu Fuß zurückgelegt werden.
- Ein Rundweg inklusive Kreuzweg und Stationen mit Darstellungen der Sieben Schmerzen Mariens führt zur Kapelle und bietet lohnenswerte Einblicke.
- Vor der Kapelle befindet sich eine Bank mit Aussicht, ideal für eine kurze Rast nach dem Aufstieg.
Eigenschaften
Über Zilleskapelle
Die Zilleskapelle befindet sich im Ortsteil Treis-Karden im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie thront am Hang des Zillesberges und bietet sowohl ein architektonisch reizvolles Sakralgebäude als auch einen beeindruckenden Blick über die umliegende Landschaft. Der Name des Berges leitet sich aus der volkstümlichen Aussprache des Namens des Heiligen Cyriakus ab, dem die Kapelle gewidmet ist. Ursprünglich erwähnt bereits im Mittelalter, zählt die Kapelle zu den historischen Kultstätten der Region.
Das Bauwerk selbst ist ein schlichter, verputzter Bruchsteinbau mit rechteckigem Grundriss, der im Osten durch einen Chor ergänzt wird. Ein spitzzugespitzter Dachreiter schmückt die Giebelseite, während ein Rundfenster im Giebelfeld die Empore beleuchtet. Das Innere wurde in den 1960er Jahren umfassend umgestaltet. Auffällig sind die farbigen, abstrakten Glasmalereien, die Motive wie das Kreuzwunder des hl. Hubertus, die örtlichen Steinbrüche sowie das siebenfach durchbohrte Herz Mariens darstellen. Im Rundfenster über der Empore zeigt sich das Bild eines in die Erde gesenkten Samenkorns. Der Altar stammt aus dem heimischen Kriegerdenkmal, während zwei Mosaiken im Chor den Diakon Cyriakus und Johannes den Täufer darstellen.
Zur Kapelle führen mehrere Wege, darunter ein historischer Kreuzweg durch die Weinberge, der bereits seit dem 17. Jahrhundert bestand. Heute sind entlang des Weges 14 Hütten mit Halbreliefs zu finden, die auf bildliche Darstellungen des 19. Jahrhunderts zurückgehen. Ein weiterer Weg beginnt in der Nähe einer Wegekapelle in Richtung Kastellaun und schlängelt sich über sieben Stationen mit expressionistischen Darstellungen der „Sieben Schmerzen Mariens“ hinauf zum Kultbau. Diese Wege bieten nicht nur religiöse, sondern auch landschaftliche und künstlerische Eindrücke.
Die Zilleskapelle ist sowohl mit dem Kraftfahrzeug als auch zu Fuß erreichbar. Einige Besucher berichten von matschigen oder rutschigen Wegabschnitten bei Nässe, weshalb eine entsprechende Vorsicht geboten ist. Der Weg dorthin wird als lohnenswert empfunden, nicht zuletzt wegen der Aussicht, die sich von der Kapelle aus bietet. Vor dem Gebäude steht eine Bank, von der aus der Blick ins Umland besonders eindrucksvoll ist. Die Kapelle selbst ist klein, aber durch ihre kunstvolle Innenausstattung und ihre ruhige Lage von besonderem Reiz.