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Hauptkirche St. Jacobi
Highlights
- Der Kirchbau geht auf einen Neubau des 14. Jahrhunderts zurück und wurde später um ein viertes Schiff erweitert.
- St. Jacobi beherbergt das einzige erhaltene Zeugnis gotischer Profanarchitektur in Hamburg – den Sakristeianbau von 1438.
Eigenschaften
Kultur und Sakralbau in Hamburg: Hauptkirche St. Jacobi
Die Hauptkirche St. Jacobi zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten Hamburgs und ist die östlichste der fünf evangelisch-lutherischen Hauptkirchen der Stadt. Gelegen im Stadtteil Hamburg-Mitte, befindet sich das Gotteshaus direkt an der historischen Steinstraße, einer der ältesten Verkehrsadern Hamburgs. Die Kirche ist nicht nur ein wichtiger Ort der Stadtgeschichte, sondern auch ein geschütztes Kulturgut gemäß der Haager Konvention – ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst, das trotz mehrerer Umbauten und Zerstörungen im Laufe der Jahrhunderte bis heute erhalten geblieben ist. Die Geschichte der St. Jacobi-Kirche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich entstand sie als Kapelle entlang eines Jakobswegs und war dem Apostel Jakobus geweiht. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1255, lag sie damals noch außerhalb der Stadtmauern. Mit dem Ausbau der Befestigungsanlagen Hamburgs um 1260 wurde die Kirche in die Stadt einbezogen und entwickelte sich zu einer der vier Hauptkirchen. Der größte Teil des heutigen Baukörpers entstand zwischen 1350 und 1400: eine dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil, vergleichbar mit der benachbarten St.-Petri-Kirche. Im 15. Jahrhundert wurde das Gebäude um ein viertes Schiff im Süden erweitert. Besondere Bauzeugnisse dieser Zeit sind der Sakristeianbau von 1438 im Nordosten der Kirche – das einzige erhaltene Beispiel gotischer Profanarchitektur in Hamburg – sowie der spätgotische Turmhelm, der zwischen 1587 und 1589 errichtet wurde. Dieser Turmhelm orientierte sich an der Gestaltung der nahegelegenen St.-Gertruden-Kapelle. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut. So wurde sie im 18. Jahrhundert mit einem Blitzableiter ausgestattet – dem ersten seiner Art in Deutschland – und erhielt verstärkte Fundamente, um statische Probleme im Westen des Bauwerks zu beheben. Die napoleonischen Kriege brachten für die Kirche eine unwürdige Nutzung mit sich: Anfang des 19. Jahrhunderts diente das Gotteshaus zeitweise als Pferdestall. 1810 wurde der Turmhelm abgetragen und durch ein Notdach ersetzt. Erst in den 1820er Jahren folgte eine umfassende Restaurierung. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt, doch sie blieb eine der wenigen mittelalterlichen Kirchen, die nach dem Krieg wiederhergestellt und für den Gottesdienst nutzbar gemacht werden konnten. Heute ist die Hauptkirche St. Jacobi ein beeindruckendes Beispiel für die Entwicklung der hamburgischen Stadtarchitektur über mehrere Jahrhunderte. Sie lädt nicht nur Gläubige ein, sondern auch Besucherinnen und Besucher, die sich für Architektur, Geschichte und Kultur interessieren. Mit ihrem markanten Turm, dem gotischen Chor und dem historischen Sakristeibau ist sie ein unverzichtbares Ziel für Kulturliebhaber in der Hamburger Innenstadt.
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Häufige Fragen zu Hauptkirche St. Jacobi
Wo befindet sich die Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg?
Quelle: wikipedia
Wem ist die Hauptkirche St. Jacobi geweiht?
Quelle: wikipedia
Welche Öffnungszeiten hat die Hauptkirche St. Jacobi?
Quelle: website
Was zeichnet den Sakristeianbau von St. Jacobi aus?
Quelle: wikipedia