Denkmal/Gedenkstätte

Paul Thürey

Lindenallee 72, 20259 Hamburg

Highlights

  • Paul Thürey wurde 1903 in Hamburg geboren und wuchs in der Rosenstraße auf.
  • Er war Maschinenbauer, KPD-Mitglied und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
  • 1944 wurde er im Hamburger Kommunistenprozess zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug zu Paul Thürey in Hamburg – Kultur und Denkmal erleben

Paul Thürey zählt zu den bedeutenden Widerstandskämpfern Hamburgs gegen den Nationalsozialismus. In der Tradition der Arbeiterbewegung engagierte sich der aus der Hamburger Innenstadt stammende Maschinenbauer frühzeitig politisch. Bereits in seiner Jugend schloss er sich sozialistischen Jugendgruppen an und trat der Kommunistischen Partei Deutschlands bei. Seine berufliche Laufbahn führte ihn durch verschiedene Hamburger Werften und Maschinenbauunternehmen, wobei er sich auch innerhalb der Deutschen Arbeitsfront als Betriebsvertrauensmann engagierte – eine Position, die er strategisch für den Widerstand nutzte.

Im Zentrum seines politischen Wirkens stand der Kampf gegen die nationalsozialistische Diktatur. Gemeinsam mit seiner Frau Magda Bär, die ebenfalls aktiv im Widerstand war, verwandelte er ihren Seifenladen in eine wichtige Kontaktschnittstelle für die Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe. Diese spielte eine zentrale Rolle im Hamburger Widerstandsnetzwerk. Thürey verhalf zudem als Schlüsselperson zur Koordination zwischen Widerstandsgruppe und Arbeitern in Rüstungsbetrieben, was ihm später zum Verhängnis wurde. 1942 wurde er von der Gestapo verhaftet und nach einem Schauprozess zum Tode verurteilt. Im Jahr 1944 wurde er im Hamburger Untersuchungsgefängnis hingerichtet.

Paul Thürey und seine Frau Magda wurden posthum für ihr Engagement geehrt. Sie ruhen auf dem Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung im Hamburger Friedhof Ohlsdorf. In Hamburg-Niendorf erinnert eine nach ihnen benannte Straße sowie eine Tafel am Mahnmal „Tisch mit 12 Stühlen“ an ihr Wirken. Zudem wurde in der Emilienstraße, ihrem letzten gemeinsamen Wohnsitz, ein Stolperstein für Paul Thürey verlegt. Ein weiterer Stolperstein vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis in Hamburg-Neustadt erinnert an den Ort seiner Hinrichtung.

Heute wird Paul Thürey als Verein und kultureller Ort in Hamburg weiterlebendig. Das ehemalige Wohnhaus in der Emilienstraße dient als Begegnungsstätte mit politisch-kulturellem Programm. Besucher*innen schätzen die gute Kommunikation, das vielfältige Veranstaltungsangebot sowie das linke Stadtteilzentrum, das Raum für gesellschaftliche Debatten und kulturellen Austausch bietet. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,8 von 5 Sternen bei sechs Bewertungen gehört der Verein zu den besonders gut bewerteten Kultur-POIs in Hamburg.

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Häufige Fragen zu Paul Thürey

Wer war Paul Thürey?
Paul Thürey war ein Hamburger Maschinenbauer, Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er wurde 1944 hingerichtet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was tat Paul Thürey im Widerstand?
Paul Thürey half als Betriebsvertrauensmann im Rüstungsbetrieb bei der Vorbereitung von Sabotageakten und fungierte als Kontakt zur Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo wohnte Paul Thürey in Hamburg?
Paul Thürey wuchs in der Rosenstraße 17 in Hamburg auf und lebte zuletzt in der Emilienstraße 30 vor seiner Verhaftung. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie wurde Paul Thürey verhaftet und bestraft?
Er wurde am 20. Oktober 1942 von der Gestapo verhaftet und später im Hamburger Kommunistenprozess zum Tode verurteilt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Ehrungen erhielt Paul Thürey posthum?
Ihm wurde eine Straße in Niendorf nach ihm und seiner Frau Magda benannt, es gibt eine Tafel am Mahnmal Tisch und Stolpersteine in Hamburg. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia