Alma-Wartenberg
Tipps
- Der Platz ehrt Alma Wartenberg, eine wichtige Frauenrechtlerin, die sich für Mutterschutz, sexuelle Aufklärung und die Rechte arbeitender Frauen einsetzte.
- Interessierte finden vor Ort Einblicke in die politische Arbeit und das Engagement von Alma Wartenberg sowie ihre Rolle in der frühen Frauenbewegung.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Alma-Wartenberg in Hamburg entdecken
Der Alma-Wartenberg-Platz in Hamburg-Altona erinnert an eine der bedeutendsten Frauenrechtlerinnen und Sozialdemokrätinnen der frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Alma Wartenberg, geboren in Ottensen, setzte sich zeitlebens für die Rechte von Arbeiterinnen, Mütter und Frauen ein. Ihre politische und gesellschaftliche Arbeit begann in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, wo sie als Vertrauensfrau in Ottensen und Umgebung bekannt wurde. Als Rednerin und Agitatorin reiste sie durch Schleswig-Holstein, nahm an Parteitagen teil und kämpfte für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit.
Ihre entschiedene Haltung brachte sie jedoch auch mit der Parteiführung in Konflikt. Nach einem Streit um die Zusammenarbeit mit bürgerlichen Frauenrechtsorganisationen wurde sie aus ihrer Funktion als Vertrauensfrau abgesetzt. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen. Im Mittelpunkt ihres späteren Wirkens standen Themen wie Mutterschutz, sexuelle Aufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln. Mit Lichtbildervorträgen informierte sie Arbeiterinnen über ihren Körper, Empfängnisverhütung und die gesundheitlichen Folgen häufiger Geburten. Dabei stellte sie sich trotz staatlicher und kirchlicher Kritik vehement hinter das Recht der Frau, eigenständig über ihren Körper und die Anzahl der Kinder zu entscheiden.
Im Ersten Weltkrieg engagierte sich Alma Wartenberg in der Kriegsfürsorge, ehe sie nach 1919 als erste Frau in das Altonaer Stadtverordnetenkollegium gewählt wurde. 1925 erreichte sie einen weiteren Meilenstein, indem sie als einzige Frau in den Provinziallandtag von Schleswig-Holstein einzog. Aufgrund eines Schlaganfalls trat sie 1927 von ihren Ämtern zurück und verstarb kurz darauf. Seit 1996 trägt der Platz in Ottensen ihren Namen – ein Zeichen gesellschaftlicher Anerkennung und ein Beitrag zur sichtbaren Verankerung von Frauengeschichte im öffentlichen Raum.
Der Platz entstand im Rahmen eines breiteren Engagements der Frauengeschichtsgruppe des Stadtteilarchivs Ottensen, die sich für die Benennung und Würdigung bedeutender Frauen einsetzte. Bei der Einweihung im Jahr 1997 wurden Ausschnitte aus ihren Vorträgen vorgelesen, darunter kritische Äußerungen zur damaligen Politik und eindringliche Plädoyers für die Selbstbestimmung der Frauen. Die Benennung des Alma-Wartenberg-Platzes steht symbolisch für die Auseinandersetzung mit „Herstory“ – der weiblichen Perspektive auf Geschichte – und für die Forderung nach mehr Gleichstellung in der Geschichtsschreibung wie im Alltag.
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Häufige Fragen zu Alma-Wartenberg
Wer war Alma Wartenberg?
Quelle: wikipedia
Warum wurde der Friedenseichenplatz in Alma-Wartenberg-Platz umbenannt?
Quelle: website
Was machte Alma Wartenberg in Hamburg bekannt?
Quelle: wikipedia
Mit wem arbeitete Alma Wartenberg zusammen?
Quelle: website