Bibliothek, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Highlights
- Schwerpunkt der Forschung ist die Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Fokus auf Hamburg, Norddeutschland und den Nationalsozialismus.
- Vorgängerinstitutionen existierten bereits seit 1949 und beschäftigten sich mit der Aufarbeitung der NS-Zeit in Hamburg.
Tipps
- Führungen sind nur in deutscher Sprache verfügbar.
- Begrenzte Parkplätze in der Nähe der Einrichtung.
Eigenschaften
Kultur und Wissen entdecken: Bibliothek und Forschungsstelle für Zeitgeschichte
Die Bibliothek, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) ist eine bedeutende wissenschaftliche Einrichtung, die sich intensiv mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere mit dem Nationalsozialismus und seiner Nachwirkung, beschäftigt. Seit ihrer Gründung als Stiftung bürgerlichen Rechts organisiert und später als An-Institut der Universität Hamburg anerkannt, zählt sie zu den renommierten Forschungseinrichtungen im Bereich der Zeitgeschichte. Ihre Arbeit konzentriert sich besonders auf die Geschichte Hamburgs und Norddeutschlands und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der jüngsten deutschen Vergangenheit. Die Ursprünge der Forschungsstelle reichen bis in die Nachkriegszeit zurück. Bereits kurz nach 1945 wurde eine erste Stelle eingerichtet, um Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu sammeln und zu erforschen. Aufgrund mangelnder personeller und finanzieller Ausstattung blieb diese jedoch weitgehend wirkungslos und wurde einige Jahre später wieder aufgelöst. In den 1960er Jahren entstand eine neue Forschungsstelle, die sich verstärkt mit den Ursachen des Nationalsozialismus und antisemitischen Strömungen nach 1945 auseinandersetzte. Unter der Leitung eines damaligen Direktors entstanden hier wissenschaftlich anerkannte Veröffentlichungen, die jedoch nur begrenzt öffentlichkeitswirksam waren. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Arbeit der Forschungsstelle von Kritik begleitet, insbesondere vonseiten der Grün-Alternativen Liste (GAL), die mangelnde Aufklärung über die Rolle Hamburgs während des Dritten Reichs monierte. Diese Kritik trug maßgeblich dazu bei, die Forschungsstelle im Zuge einer Neuausrichtung weiterzuentwickeln. Heute vereint die Bibliothek, Forschungsstelle für Zeitgeschichte umfangreiche Sammlungen an Quellenmaterial, Archivalien und wissenschaftlichen Publikationen, die für Forschende, Lehrkräfte und interessierte Bürger:innen zugänglich sind. Die Einrichtung versteht sich als Ort der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit historischen Kontexten und legt Wert auf eine differenzierte, quellenbasierte Aufarbeitung der Vergangenheit. Sie fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und trägt durch ihre Arbeit dazu bei, historische Mythen und Vereinfachungen aufzubrechen. Mit einem durchschnittlichen Bewertungsniveau von rund 4 von 5 Sternen zeigt die Community ihr Interesse und ihre Wertschätzung für die geleistete Forschungsarbeit.
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Häufige Fragen zu Bibliothek, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Was ist die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg?
Quelle: wikipedia
Welche Vorgänger hatte die FZH in Hamburg?
Quelle: wikipedia
Warum wurde die erste Forschungsstelle 1949 gegründet?
Quelle: wikipedia