Denkmal/Gedenkstätte

Brunnen

Margaretenstraße, 20357 Hamburg

Highlights

  • Der Hygieia-Brunnen im Hamburger Rathaus-Innenhof erinnert an die Choleraepidemie von 1892.
  • Er wurde 1896 vom Bildhauer Joseph von Kramer gestaltet und ist als Kulturdenkmal geschützt.
  • Die Bronzestatue der Hygieia steht im Zentrum, ein Drache zu ihren Füßen symbolisiert die besiegte Cholera.

Tipps

  • Der Hygieia-Brunnen im Innenhof des Hamburger Rathauses ist ein Kulturdenkmal und erinnert an die Choleraepidemie von 1892.
  • Der Brunnen vor der St. Nikolai-Kirche gilt als sehenswert und verschönert das Stadtbild.
  • Der Vierländer Brunnen befindet sich heute an einem neuen Standort nach seiner Restaurierung und erzählt die Geschichte des Viertels.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Brunnen

Der Brunnen in Hamburg ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Insbesondere der Hygieia-Brunnen im Innenhof des Hamburger Rathauses verkörpert nicht nur architektonische Eleganz, sondern auch eine tiefgreifende geschichtliche Bedeutung. Errichtet wurde er anlässlich der Choleraepidemie, die einen tiefen Einschnitt in die Geschichte der Hansestadt darstellte. Die Gestaltung stammt vom Münchner Bildhauer Joseph von Kramer, der mit seinem Werk ein bleibendes Zeichen setzte.

Ursprünglich war geplant, den Seehandel Hamburgs durch eine Statue des Handelsgotts Merkur zu symbolisieren. Angesichts der verheerenden Auswirkungen der Epidemie entschied man sich jedoch, stattdessen die griechische Göttin der Gesundheit, Hygieia, in den Mittelpunkt zu stellen. Sie steht heute über der zentralen Brunnenschale und hält eine kleine Schale in der Hand, aus der Wasser in das Becken darunter fließt. Zu ihren Füßen thront ein Drache, der als Symbol für die überwundene Seuche interpretiert wird.

Der Brunnen gliedert sich in drei Schichten: Eine obere Bronzeschale, ein ringförmiges mittleres Becken und ein unteres Auffangbecken. Das Wasser fließt von oben nach unten und wird durch Wasserspeier in das untere Becken geleitet. Rund um das mittlere Becken sitzen sechs weitere Bronzefiguren, die verschiedene Aspekte des Wassernutzens darstellen. Diese Figuren vermitteln einen Eindruck von der Bedeutung des Wassers für das städtische Leben und die öffentliche Gesundheit.

Technisch gesehen dient der Brunnen auch einem praktischen Zweck: Im Sockel des Denkmals befinden sich Öffnungen, durch die Luft angesaugt wird, die zur Klimatisierung der Räume des Rathauses dient. Diese Nutzung der bewegten Wassermassen zur Kühlung unterstreicht die Verbindung von Form und Funktion, die diesem Bauwerk eigen ist.

Gäste schätzen den Brunnen nicht nur wegen seiner künstlerischen und historischen Relevanz, sondern auch wegen seiner stimmungsvollen Wirkung. Das sanfte Plätschern des Wassers und die harmonische Einbindung in das Stadtbild tragen zur Atmosphäre des Ortes bei. Nach seiner Restaurierung hat der Brunnen seinen Platz im kulturellen Gedächtnis Hamburgs gefestigt und erinnert nachhaltig an eine dunkle, aber auch bewältigte Zeit der Stadtgeschichte.

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