Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie
Highlights
- Es erstellt amtliche Seekarten, Seehandbücher und gibt wöchentlich aktualisierte Nachrichten für Seefahrer heraus.
- Das BSH überwacht die Meeresumwelt, genehmigt Offshore-Vorhaben und ist nationaler Ansprechpartner für maritime Raumplanung.
Tipps
- Terminvereinbarungen für Prüfungen oder Dokumente rechtzeitig online buchen, da Wartezeiten bis zu mehreren Monaten möglich sind.
- Bei Beantragung von Seefahrerzeugnissen oder Patenten frühzeitig alle benötigten Unterlagen vollständig einreichen, um Verzögerungen zu vermeiden.
- Für Auskünfte zur Schifffahrt oder Hydrografie gezielt die digitalen Services der Behörde nutzen, wie z. B. aktuelle Seekarten oder das Leuchtfeuerverzeichnis.
Eigenschaften
Über Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist eine zentrale Bundesoberbehörde Deutschlands und gleichzeitig Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr. Mit rund eintausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Hamburg und Rostock sowie auf fünf spezialisierten Schiffen leistet das BSH wichtige Dienste für die maritime Wirtschaft, die Schifffahrt, den Meeresschutz und die nachhaltige Nutzung der Meere. Als maritimer Dienstleister übernimmt die Behörde vielfältige Aufgaben, darunter die Schiffsvermessung, die Erteilung von Seefahrtsdokumenten, die Erstellung amtlicher Seekarten sowie die Überwachung der Meeresumwelt.
Die Geschichte des BSH reicht weit zurück und wurzelt in der 1868 gegründeten Norddeutschen Seewarte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1945 das Deutsche Hydrographische Institut (DHI) gegründet, das später mit dem Bundesamt für Schiffsvermessung zum heutigen BSH verschmolz. Seit 1994 ist neben Hamburg auch Rostock ein gleichberechtigter Dienstsitz der Behörde. Das BSH ist national und international in zahlreichen Gremien vertreten, darunter die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO), die Internationale Hydrographische Organisation (IHO) sowie die Helsinki- und Oslo-Paris-Kommissionen, die sich mit dem Schutz der Meeresumwelt beschäftigen.
Zu den Kernaufgaben des BSH gehören die maritime Raumplanung, die Genehmigung von Offshore-Vorhaben wie Windparks in der Nord- und Ostsee sowie die Erforschung und Überwachung der Meeresumwelt. Dafür betreibt das Amt ein umfangreiches Messnetz und veröffentlicht regelmäßig aktuelle Daten und Kartenwerke, die für die sichere Schifffahrt unerlässlich sind. Die eigene Flotte des BSH besteht aus fünf Schiffen, die für hydrographische Vermessungen, Wracksuchen und wissenschaftliche Forschung eingesetzt werden. Neben der technischen und wissenschaftlichen Arbeit fungiert das BSH auch als Ansprechpartner für die deutsche Handelsflotte und Seeleute, die auf staatliche Unterstützung und Zertifizierung angewiesen sind.
Das BSH engagiert sich dabei nicht nur für die maritime Wirtschaft, sondern auch für den Schutz der Meeresumwelt und die langfristige Klimaforschung. Durch die Bereitstellung von Daten, Karten und wissenschaftlichen Erkenntnissen leistet die Behörde einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der Meere und zur Sicherheit auf See. Mit seinen vielfältigen Zuständigkeiten ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ein unverzichtbarer Akteur im maritimen Sektor Deutschlands und ein wichtiger Partner für internationale Kooperationen im Bereich der Meeresforschung und -nutzung.