Denkmal/Gedenkstätte

Fanny David

Haynstraße 25, 20249 Hamburg

Highlights

  • Fanny David wurde 1892 in Berlin geboren und wirkte als Wohlfahrtspflegerin in Hamburg.
  • Nach ihrer Entlassung 1933 engagierte sie sich in der jüdischen Gemeinde Hamburg.
  • Sie starb 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau, nachdem sie in Theresienstadt Listen über deportierte Juden geführt hatte.

Tipps

  • Besucher sollten wissen, dass der Kiosk freundlichen Service bietet und Pakete annimmt.
  • Einige Kunden mussten ihr Paket in Stellingen abholen, daher UPS-Nutzung prüfen.
  • Die historische Bedeutung des Namens erinnert an Fanny David, eine jüdische Wohlfahrtspädagogin.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Fanny David

Die Fanny David ist ein bedeutender Erinnerungsort in Hamburg, der an das Leben und Schicksal der gleichnamigen Wohlfahrtspflegerin und jüdischen Verbandsfunktionärin erinnert. Fanny David, ursprünglich in Berlin geboren, wuchs in Altona auf und engagierte sich dort und später in Hamburg intensiv im Bereich der sozialen Fürsorge. Als Sozialdemokratin und später als Leiterin jüdischer Wohlfahrtseinrichtungen wurde sie nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 aufgrund des Berufsbeamtengesetzes entlassen. Dennoch setzte sie ihr Engagement im Rahmen der Jüdischen Gemeinde Hamburg fort, bis sie schließlich 1943 deportiert und später im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurde.

Ihr Leben spiegelt die Verfolgung jüdischer Menschen in Hamburg unter dem NS-Regime wider. Nachdem sie zunächst in Hamburg in verschiedenen Hilfsorganisationen tätig war, musste sie mehrfach innerhalb der Stadt umziehen und lebte zuletzt in Judenhäusern. Im Ghetto Theresienstadt wurde sie in die Lagerselbstverwaltung aufgenommen und dokumentierte heimlich die Schicksale deportierter Juden. Diese Aufzeichnungen übergab sie kurz vor ihrer Deportation nach Auschwitz an eine Mitgefangene. Ihre mutige Tätigkeit unter unmenschlichen Bedingungen zeugt von großem zivilen Engagement und Widerstandsgeist.

Seit 1964 ehrt Hamburg Fanny David durch die Benennung einer Straße in Lohbrügge. Damit wird an ihr und ihr Wirken als Sozialpädagogin, als Funktionärin der jüdischen Gemeinde und als Opfer des Holocaust erinnert. Der Ort gilt als kultureller und geschichtsträchtiger Ausflugs- und Gedenkort, der Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung individuellen Engagements vor dem Hintergrund nationalsozialistischer Verbrechen nahebringt. Die Erinnerung an Fanny David ist Teil der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte in Hamburg und wird durch verschiedene Gedenkinitiativen sowie stadtgeschichtliche Forschung lebendig gehalten.

Heute steht der Name „Fanny David“ nicht nur für eine Person, sondern für eine ganze Epoche des sozialen Engagements, des Widerstands und der humanitären Fürsorge in Hamburg. Ihr Schicksal verdeutlicht die Bedeutung der Erinnerungskultur und macht die Stadt Hamburg zu einem zentralen Ort der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Der nach ihr benannte Straßenname in Hamburg-Nord dient als ständige Mahnung und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus sowie an die Werte, für die sie sich ihr Leben lang eingesetzt hat.

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