Museum

Freiraum

Steintorpl. 1, 20097 Hamburg

Highlights

  • Der Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg bietet eine rollstuhlgerechte Toilette im 2. Obergeschoss über den Aufzug.
  • Auf der Terrasse des Freiraums sind Ausstellungen möglich, während der Innenhof nicht öffentlich zugänglich ist.
  • Der Freiraum umfasst etwa die Fläche eines Fußballfelds und zeigt einen Bruchteil der über 600.000 Sammlungsobjekte.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang erfolgt über einen Aufzug, der im zweiten Obergeschoss eine rollstuhlgerechte Toilette ermöglicht.
  • Die Terrasse stellt den einzigen öffentlichen Außenbereich dar, der für Besucher zugänglich ist und eine Pause im Freien erlaubt.
  • Die Ausstellungsbereiche umfassen verschiedene Epochen und Kulturräume, wobei nur ein kleiner Teil der über 600.000 Objektsammlung öffentlich gezeigt wird.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Museen in Hamburg-Freiraum entdecken

Der Freiraum in Hamburg ist ein einzigartiges Kultur- und Ausstellungsmuseum, das sich auf eine außergewöhnlich vielfältige Sammlung spezialisiert hat. Auf einer Fläche, die etwa der Größe eines Fußballfeldes entspricht, erstreckt sich das Angebot über drei Etagen und verbindet unterschiedliche Kulturräume sowie Epochen von der Antike bis zur Gegenwart. Das Museum präsentiert nur einen kleinen Ausschnitt seiner über 600.000 Objekte – ein Bruchteil der gesamten Bestände, die kontinuierlich digital erfasst und zugänglich gemacht werden. Besonders bemerkenswert ist die breite thematische Bandbreite: Von antiken Artefakten über ostasiatische Kunst und islamische Kultur bis hin zu zeitgenössischem Design, Fotografie, Mode und Musikinstrumenten reicht das Spektrum. Jede Sammlung wird von spezialisierten Kurator:innen betreut, darunter Expert:innen für Antike, Ostasien, Südwestasien/Nordafrika, Grafik, Fotografie, Kunstgewerbe oder Musikinstrumente.

Ein zentraler Fokus des Freiraums liegt auf der Digitalisierung und Vermittlung seiner Sammlungen. Über eine Online-Plattform sind bereits Tausende Objekte mit Basisinformationen wie Material, Entstehungszeitraum, Herstellungsmethode und Urheber:innen abrufbar. Zudem bietet das Museum 3D-Digitalisierungen ausgewählter Stücke auf Plattformen wie Sketchfab an, um interaktive Einblicke zu ermöglichen. Die Kurator:innen arbeiten dabei eng mit digitalen Teams zusammen, um die Datenbank stetig zu erweitern und zu verfeinern. Besonders sensibel behandelte Objekte werden dabei mit besonderer Sorgfalt dokumentiert, während Nutzer:innen über Feedbackkanäle aktiv zur Verbesserung der Inhalte beitragen können.

Der Freiraum versteht sich nicht nur als klassisches Museum, sondern als lebendiger Raum für Projekte und Ausstellungen. Aktuell werden unter anderem Themen wie „Minimöbel“, „Contemporary Craft“ oder „Glitzer“ in Infografiken und Sonderpräsentationen aufgegriffen. Die Terrasse des Hauses gehört zum öffentlichen Bereich und lädt zum Verweilen ein – der Innenhof hingegen ist nicht Teil der Ausstellung. Barrierefreiheit spielt eine wichtige Rolle: Neben rollstuhlgerechten Wegen ist eine barrierefreie Toilette über den Aufzug im zweiten Obergeschoss zugänglich. Obwohl der Freiraum kein klassischer Ruheraum ist, bietet er eine ruhige Atmosphäre für individuelle Entdeckungen und Reflexionen.

Die Sammlungen des Freiraums sind wissenschaftlich fundiert und öffentlich zugänglich, wobei bestimmte Bereiche wie die Bucerius Bibliothek oder das Archiv der Buchkunst auf Anfrage für Forschungszwecke genutzt werden können. Restaurator:innen wie Carola Klinzmann sorgen für die Erhaltung besonders empfindlicher Objekte, während digitale Projekte unter Leitung von Anita Szczukowski neue Vermittlungsformate entwickeln. Das Museum positioniert sich damit als Brücke zwischen traditioneller Sammlungspflege und innovativer Kulturvermittlung – ein Ort, an dem Geschichte, Kunst und Moderne aufeinandertreffen.

Wer den Freiraum besucht, findet also mehr als nur Ausstellungen: Es ist ein Einladung zum Staunen und Mitdenken, bei dem jedes Objekt eine eigene Geschichte erzählt. Ob als Inspiration für Künstler:innen, Forscher:innen oder neugierige Besucher:innen – der Freiraum zeigt, wie vielfältig Kultur sein kann. Die Kombination aus physischer Präsenz und digitaler Erschließung macht ihn zu einem modernen Museum, das Grenzen überschreitet und Neugier weckt.

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