Parks & Gärten

Höltigbaum

Höltigbaum, 22145 Hamburg

Highlights

  • Der Höltigbaum ist ein länderübergreifendes Naturschutzgebiet zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein.
  • Das Gebiet zählt zu den größten Naturschutzflächen Hamburgs und beherbergt über 58 Pflanzen- und 78 Tierarten der Roten Liste.
  • Durch die ehemalige Bundeswehrnutzung entstand eine offene Landschaft mit Magerrasen und halboffener Weidelandschaft.

Tipps

  • Nutzen Sie die gut ausgebauten Wege für Spaziergänge, Radtouren oder Reitausflüge durch die abwechslungsreiche Landschaft mit Hügeln, Tälern und Weidelandschaften.
  • Beachten Sie die Besonderheiten des Naturschutzgebiets: Halten Sie Abstand zu Tieren wie Rindern und stören Sie die Tierwelt nicht, um den Schutz der Lebensräume zu unterstützen.
  • Führen Sie Hunde grundsätzlich an der Leine, um den empfindlichen Lebensraum und die dort lebenden Tiere nicht zu gefährden.

Eigenschaften

Outdoor Parkplatz vorhanden Familie Entspannt Ganzjährig

Über Höltigbaum

Der Höltigbaum ist eines der größten Naturschutzgebiete im Hamburger Stadtgebiet und liegt im Bezirk Wandsbek, im Stadtteil Rahlstedt. Das Gelände erstreckt sich bis an die Grenze zu Schleswig-Holstein und bildet dort zusammen mit dem angrenzenden Teil in Stapelfeld ein länderübergreifendes Schutzgebiet. Bis 1995 diente der Höltigbaum als Standortübungsplatz der Bundeswehr, wodurch sich die Vegetation und Landschaft heute noch stark von dieser Nutzung prägen lassen. Heute ist das Areal ein geschützter Naturraum, der sowohl für Wanderer als auch für Radfahrer und Tierbeobachter ein lohnendes Ausflugsziel darstellt.

Geologisch gehört der Höltigbaum zu einem Endmoränengebiet der Weichseleiszeit. Kennzeichen der Landschaft sind leicht hügelige Strukturen, Tunneltäler wie das Wandsetal sowie feuchte Niederungen und offene Grasflächen. Diese Vielfalt an Lebensräumen fördert eine hohe Biodiversität: Im Gebiet finden sich über 58 Pflanzen- und 78 Tierarten, die auf der Roten Liste stehen. Typisch für den Hamburger Teil des Naturschutzgebiets sind dichte Bewuchsflächen, die Arten wie den Fitislaubsänger begünstigen. Auf den offenen Flächen brüten unter anderem Baumpieper, Neuntöter, Dorngrasmücke und Goldammer. Die extensiv beweideten Flächen tragen maßgeblich zur Erhaltung dieser halboffenen Weidelandschaft bei – ein System, das seit 2000 mit Tieren wie Galloway-Rindern, Bentheimer Landschafen und Ziegen umgesetzt wird.

Das Gelände lädt zu Erkundungsgängen jeder Art ein: Wanderwege führen durch offene Hügellandschaften, entlang von Bachläufen und durch kleinere Wäldchen. Im Osten, auf schleswig-holsteinischer Seite, erwartet Besucher eine relativ ebene Hochebene mit gutem Blick über das Gelände. Die Knicks – kleine Hecken auf Wällen – sowie die strukturreichen Täler mit feuchten Senken und Trockenhängen bieten eine abwechslungsreiche Naturerfahrung. Die ehemalige militärische Nutzung hat Spuren hinterlassen, die heute zur besonderen Offenheit der Landschaft beitragen. So sind beispielsweise Magerrasen und savannenartige Grasfluren erhalten geblieben, die auf sandigen Hügeln und sonnigen Hängen wachsen.

Der Höltigbaum ist ein idealer Ort für Naturliebhaber, die Ruhe suchen und die Vielfalt der regionalen Fauna und Flora entdecken möchten. Ob Wanderung, Radtour oder entspannter Spaziergang – das Naturschutzgebiet bietet Raum für Erholung und Naturbeobachtung abseits des Stadtlärms. Mit seiner einzigartigen Mischung aus offener Weidelandschaft, Feuchtgebieten und Waldresten ist der Höltigbaum ein wichtiges Biotop und ein eindrucksvolles Beispiel für gelungene Naturschutzbemühungen in der Metropolregion Hamburg.

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