Kloster Harvestehude
Highlights
- Das Kloster Harvestehude wurde 1246 als Zisterzienserinnenkloster gegründet und lag ursprünglich bei Herwardeshude an der Elbe.
- 1295 zog das Kloster an die Außenalster um, wo es bis 1530 bestand und später in städtische Nutzung überging.
- Heute beherbergt das ehemalige Klostergelände das Damenstift St. Johannis, ein Wohnstift für ältere Damen im Stadtteil Harvestehude.
Tipps
- Das Kloster St. Johannis in Harvestehude ist ein Damenstift für Seniorinnen ab 60 Jahren und keine herkömmliche Seniorenwohnanlage.
- Das Gelände liegt im Hamburger Stadtteil Harvestehude, direkt am Alstervorland, nahe dem Eichenpark und dem Innocentiapark.
- Interessierte Besucher können sich über die Geschichte des Klosters über die Website informieren, eine Besichtigung ist jedoch nur nach vorheriger Absprache möglich.
Eigenschaften
Ausflug Natur Kloster Harvestehude Hamburg
Das Kloster Harvestehude, heute bekannt als Kloster St. Johannis, ist ein historisch bedeutendes Gebäude im Hamburger Stadtteil Harvestehude. Es liegt im Bezirk Eimsbüttel und zählt heute zu den besonders geschützten Bauten der Stadt. Ursprünglich wurde es im Mittelalter als Zisterzienserinnenkloster Herwardeshude gegründet und später in die Nähe der Außenalster verlegt, wo es seinen volkstümlichen Namen „Die Frauen von Herwardeshude“ behielt. Die heutige Bezeichnung „Harvestehude“ entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte aus sprachlichen Veränderungen und Wortspielen rund um den Ortsnamen.
Die Geschichte des Klosters reicht weit zurück bis ins 13. Jahrhundert. Nach der Reformation wurde das Kloster aufgelöst und die Gebäude gingen in städtischen Besitz über. Im Jahr 1530 zogen die letzten Nonnen in einen Teil der ehemaligen Dominikaneranlage am heutigen Rathausmarkt ein. Im Zuge der Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert wurde das Areal schließlich in ein vornehmes Wohnviertel umgewandelt. Heute beherbergt das Gebäude ein Damenstift, das älteren Frauen ab 60 Jahren eine selbstbestimmte Lebensgemeinschaft in geschütztem Rahmen bietet. Etwa 70 Bewohnerinnen leben hier in einem ambulant betreuten Wohnumfeld, das weder einem klassischen Seniorenheim noch einer Pflegeeinrichtung entspricht.
Das Kloster St. Johannis steht für eine lebendige Gemeinschaft mit kulturellen und sozialen Angeboten. Im Klostersaal und Wintergarten finden regelmäßig Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und gemeinsame Feste statt. Die Bewohnerinnen genießen ein hohes Maß an Privatsphäre, wohnen jedoch in einer engen Gemeinschaft, die gegenseitigen Austausch und Unterstützung fördert. Die Aufnahme erfolgt nach einem persönlichen Gespräch, und aufgrund der hohen Nachfrage wird ein Wartelistenverfahren praktiziert. Das Stift ist in eine gemeinnützige Stiftung eingebunden, die sich auch um den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes kümmert – eine Aufgabe, die durch Spenden und Fördermittel unterstützt wird.
Harvestehude selbst gilt als einer der grünen und gehobenen Stadtteile Hamburgs. Es liegt auf einem Geestrücken westlich der Außenalster und grenzt im Süden an Rotherbaum und im Westen an Eimsbüttel. Besonders sehenswert ist die Umgebung des Klosters, die durch ihre ruhige, baumgeschmückte Lage und die Nähe zum Eichenpark geprägt ist. Auch der Isebekkanal, der den Stadtteil im Norden begrenzt, trägt zur landschaftlichen Schönheit bei. Die Gegend ist sowohl für Spaziergänge als auch für historisch-kulturelle Entdeckungen besonders geeignet.
Das Kloster St. Johannis verkörpert damit nicht nur eine jahrhundertealte Tradition, sondern auch eine moderne Lebensform im Einklang mit der Natur und Geschichte Hamburgs. Es ist ein Ort der Ruhe, des Miteinanders und der kulturellen Bereicherung – ein besonderes Ausflugsziel für alle, die sich für Architektur, Geschichte oder alternative Wohnformen im Alter interessieren.
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Häufige Fragen zu Kloster Harvestehude
Was ist die Herkunft des Namens Harvestehude?
Quelle: wikipedia
Wo lag das Kloster Harvestehude?
Quelle: website
Welche Bedeutung hat das Kloster St. Johannis heute?
Quelle: website
Wer hat das Kloster Harvestehude gegründet?
Quelle: website