Denkmal/Gedenkstätte

Speicherstadtmuseum

Am Sandtorkai 36, 20457 Hamburg

Highlights

  • Das Speicherstadtmuseum zeigt die Geschichte der Speicherarbeit mit Fokus auf Kaffee – von Ernte bis Handel.
  • Seit 2008 Teil der Stiftung Historische Museen Hamburg; rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz verfügbar.
  • Dauerausstellung nutzt das genietete Eisenskelett der Speicher als architektonische Prägung der Ausstellungsfläche.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Dauerausstellung und Sonderausstellungen.
  • Die Ausstellung zeigt die historische Bedeutung der Speicherstadt durch originale Lagerstrukturen und Exponate wie das genietete Eisenskelett eines Speicherblocks.
  • Das Thema Kaffee wird als zentraler Handlungsstrang durch die Ausstellungsräume geführt und illustriert den globalen Handelsweg von der Ernte bis zum Verkauf.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Hamburgs Speicherstadtmuseum – Kulturdenkmal entdecken

Das Speicherstadtmuseum in Hamburg bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und Bedeutung der Speicherstadt als zentrales Handels- und Lagerzentrum. Als Teil der Stiftung Historische Museen Hamburg seit 2008 verbindet das Museum historische Exponate mit modernen Ausstellungsformen und thematisiert die Arbeit in den Speichern – insbesondere die Bedeutung der Lagerhaltung für den internationalen Handel. Ein zentrales Thema ist dabei der Kaffee, dessen Weg von der Ernte über Röstung bis zum Verkauf an den Endverbraucher anschaulich dargestellt wird. Zahlreiche Originalobjekte und multimediale Elemente verdeutlichen die globale Vernetzung der Speicherstadt mit Regionen wie dem Ruhrgebiet, wo die genieteten Eisenskelette der Lagerhäuser vorgefertigt wurden.

Die Ausstellung ist geprägt vom industriellen Erbe der Speicherstadt: Das genietete Eisenskelett der Lagerhäuser, dessen Träger und Stützen aus dem Ruhrgebiet importiert wurden, prägt bis heute das architektonische Erscheinungsbild. Seit 2000 finden zunehmend Umnutzungen statt, bei denen historische Speicher unter Denkmalschutz in moderne Bürogebäude verwandelt werden. Das Museum dokumentiert diese Entwicklungen und zeigt, wie sich die Speicherstadt von einem reinen Handelszentrum zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum wandelte. Besonders eindrucksvoll sind die historischen Fotos aus dem Staatsarchiv Hamburg und Farbaufnahmen von Heinz-Joachim Hettchen, die die Veränderungen über die Jahrzehnte einfangen.

Für Besucher, insbesondere Schulklassen und Familien, bietet das Speicherstadtmuseum spezielle Programme an. Altersgerechte Führungen und die „Quartiersmannrallye für Junioren“ machen die Geschichte der Speicherstadt interaktiv erlebbar. Die Rallye führt durch die Ausstellung und thematisiert die Arbeit der Quartiersleute (Lagerhalter) sowie typische Importgüter. Das Museum ist zudem barrierefrei zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Eingang und Parkplatz, und richtet sich an ein breites Publikum. Der Förderverein unterstützt die Arbeit des Museums durch Spenden, um die Dauerausstellung zu erweitern und Sonderausstellungen zu ermöglichen.

Wer die Speicherstadt nicht nur im Museum, sondern auch vor Ort erleben möchte, kann eine kombinierte Führung durch das UNESCO-Welterbe buchen. Diese führt durch das historische Kerngebiet mit der Kaffeebörse, dem Kesselhaus und dem Kontorhaus Sandtorquaihof. Die Tour beginnt im Speicherstadtmuseum mit einer Einführung in die Tradition der Lagerarbeit und die Bedeutung der Speicherstadt als Handelsplatz. So wird das historische Erbe lebendig und zeigt, wie die Speicherstadt bis heute als Symbol für Hamburgs wirtschaftliche und kulturelle Identität steht.

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