Viermastbark PEKING
Highlights
- Die Viermastbark PEKING ist das erste sichtbare Objekt der Sammlung des Deutschen Hafenmuseums und diente im 19. Jahrhundert als Stückgutschiff.
- Seit 2026 bietet die PEKING im Brückenhaus rekonstruierte Innenräume und eine Ausstellung zu Hafenwelten sowie kolonialen Handelsgeschichten.
- An Bord der PEKING finden geführte Rundgänge statt, die historische Hafenarbeit und die Entwicklung des Hamburger Hafens spielerisch vermitteln.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zur Viermastbark PEKING ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung des historischen Schiffs.
- Die geführten Rundgänge bieten Einblicke in die historische Nutzung des Schiffes als Stückguttransporter und zeigen originale Arbeitsbedingungen des 19. Jahrhunderts.
- Im Brückenhaus werden seit März 2026 rekonstruierte Innenräume und eine ergänzende Ausstellung zur Hafenentwicklung präsentiert, die den Alltag an Bord nachvollziehbar machen.
Eigenschaften
Viermastbark Peking: Kulturdenkmal in Hamburg
Die Viermastbark PEKING ist eines der markantesten historischen Schiffe im Hamburger Hafen und ein faszinierendes Zeugnis maritimer Tradition. Als eines der letzten erhaltenen Vollschiffsegler dieser Bauart verkörpert sie die Blütezeit des Hamburger Stückguthandels im frühen 20. Jahrhundert. Ursprünglich für den Umschlag von Waren wie Kaffee, Tee und Baumwolle konzipiert, diente sie über Jahrzehnte als Arbeitsschiff – ein Relikt einer Ära, in der der Hafen noch ohne moderne Container umging.
Seit ihrer Ankunft in Hamburg ist die PEKING fest mit dem Deutschen Hafenmuseum verbunden. Als erstes sichtbares Objekt der Sammlung bietet sie Besuchern die einzigartige Möglichkeit, an Bord eines originalgetreuen Segelschiffs die Arbeitswelt der Hafenarbeiter zu erleben. Geführte Rundgänge durch die rekonstruierten Innenräume und die Brückenanlage vermitteln Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Mannschaft. Besonders spannend sind die Themenführungen, die sich mit historischen Aspekten wie dem Salpeterhandel, kolonialen Handelsrouten oder dem Aberglauben an Bord beschäftigen.
Die PEKING ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein lebendiges Museum. Seit 2026 ergänzt eine neue Ausstellung im Brückenhaus die Besuchsangebote, die durch spielerische Elemente wie VR-Anwendungen und interaktive Stationen besonders für Familien und Schulklassen attraktiv gemacht werden. Das Schiff steht dabei symbolisch für die Entwicklung des Hafens – vom traditionellen Stückgutumschlag bis hin zu modernen Logistikprozessen. Mit ihrer imposanten Silhouette am Bremer Kai ist die PEKING ein unverwechselbares Wahrzeichen Hamburgs und ein Muss für alle, die sich für maritime Geschichte begeistern.
Das Besondere an der PEKING liegt in ihrer Authentizität: Sie ist kein Museumsschiff im klassischen Sinne, sondern ein funktionsfähiges Segelschiff, das regelmäßig zu historischen Segelveranstaltungen oder Hafenfeiern ausläuft. Gleichzeitig wird sie durch den Denkmalschutz und moderne Vermittlungsformate wie barrierefreie Zugänge und inklusive Angebote für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Ob als Teil einer Hafenrundfahrt, bei einer thematischen Führung oder als Kulisse für historische Inszenierungen – die PEKING verbindet auf einzigartige Weise Vergangenheit und Gegenwart.
Für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte ist die PEKING ein unverzichtbarer Stop im Hamburger Hafen. Sie bietet nicht nur Einblicke in die Technik und Ästhetik eines Viermastbarkens, sondern auch in die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen, die den Hafen zu einem der wichtigsten Handelsplätze Europas machten. Durch ihre Präsenz wird die maritime Identität Hamburgs lebendig – ein Stück Geschichte, das man nicht nur sehen, sondern fast greifen kann.