Kirche/Kloster

St. Christophorus-Kirche | Ev.- luth. Kirchengemeinde Tündern

Kirchweg 1, 31860 Hameln-Tündern

Highlights

  • Die St. Christophorus-Kirche in Tündern hat romanischen Turm aus dem 12. Jahrhundert und gotisches Kirchenschiff von 1380–1420.
  • 1542 wurde hier die Reformation eingeführt; barocker Altar (17. Jh.) und Taufstein (1751) prägten die Ausstattung.
  • Seit 1968 verfügt die Kirche über eine Jehmlich-Orgel mit 14 Registern und drei Glocken, darunter eine 1962 gegossene Taufglocke.

Tipps

  • Der romanische Turm der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und besteht aus behauenem Feldstein mit Eckquaderung.
  • Das Kirchenschiff mit gotischen Spitzbogenfenstern wurde zwischen 1380 und 1420 in seiner heutigen Form errichtet.
  • Ein barocker Altar und Taufstein aus dem 17. und 18. Jahrhundert prägen den Innenraum der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

St. Christophorus-Kirche Tündern: Sakrale Kultur in Hameln-Tündern

Die St. Schon im 12. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Kapelle, die später durch eine romanische Kirche ersetzt wurde. Der markante Feldsteinturm mit Eckquaderung, wie er heute zu sehen ist, stammt aus dem Mittelalter und prägt das Ortsbild nachhaltig. Das Kirchenschiff mit seinen gotischen Spitzbogenfenstern entstand zwischen dem späten 14. und frühen 15. Jahrhundert und unterstreicht den architektonischen Wandel dieser Epoche.

Die St. Christophorus-Kirche war über die Jahrhunderte ein zentraler Ort konfessioneller Veränderungen. Besonders prägend war die Einführung der Reformation, die 1542 auf dem Landtag des Fürstentums Calenberg-Göttingen in Pattensen beschlossen wurde und auch in Tündern ihre Spuren hinterließ. Spätere Umgestaltungen wie der barocke Altar aus dem 17. Jahrhundert oder der 1751 geschaffene Taufstein spiegeln die künstlerische Entwicklung der Region wider. Die Orgel der sächsischen Firma Jehmlich aus dem Jahr 1968 mit ihren 14 Registern und zwei Manualen ergänzt das klangliche Erbe und bietet bis heute eine ansprechende Akustik für Gottesdienste.

Das Geläut der Kirche erzählt ebenfalls von historischen Ereignissen: Die älteste erhaltene Glocke stammt aus dem Jahr 1927 und ersetzte eine 1917 im Ersten Weltkrieg abgegebene Vorläuferin. Die jüngste Glocke von 1962 wird besonders bei Taufen geläutet und trägt die Inschrift *„Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht“* (Mk 10,14). Neben den sakralen Schätzen ist die Kirchengemeinde aktiv in der Gemeindearbeit engagiert, etwa durch den vierteljährlich erscheinenden Gemeindebrief, der als zentrales Medium für Information und Austausch dient.

Die St. Christophorus-Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Spiegel der regionalen Geschichte und des kulturellen Erbes. Ob durch ihre mittelalterliche Bauweise, die reformatorischen Wurzeln oder die moderne Orgel – sie verbindet Tradition mit lebendigem Gemeindeleben. Für Besucher bietet sie eine einzigartige Möglichkeit, die Geschichte Hameln-Tünderns hautnah zu erleben und die Verbindung von Sakralbau und regionaler Identität zu begreifen.

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