Parks & Gärten

Ahsemersch

59069 Hamm

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Ahsemersch in Hamm schützt einen naturnahen Abschnitt der Ahse mit vielfältigen Auenlebensräumen.
  • Renaturierungsmaßnahmen fördern die Überschwemmungsdynamik und schaffen ungenutzte Uferstreifen als Pufferzonen.

Tipps

  • Das Gelände ist größtenteils flach und gut zu Fuß zu erkunden.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Naturinteressierte und Beobachter von Flora und Fauna.
  • Die Ahse bietet Lebensräume für seltene Arten, darunter verschiedene Röhrichte und Nasswiesen.

Eigenschaften

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Über Ahsemersch

Das Naturschutzgebiet Ahsemersch befindet sich im nordrhein-westfälischen Hamm, im Kreis Rhynern. Es ist ein rund 25 Hektar großes Areal entlang der Ahse, eines kleinen, langsam fließenden Tieflandflusses. Das Gebiet erstreckt sich westlich der BAB 2 bis zur Grönebergstraße und liegt zwischen den Ortsteilen Vöckinghausen im Norden und Osttünnen im Süden. Seit 1995 ist das Areal rechtlich als Naturschutzgebiet ausgewiesen und verfolgt das Ziel, die natürlichen Strukturen der Ahseaue langfristig zu erhalten und zu fördern.

Die Landschaft des Ahsemersch wird geprägt durch einen überwiegend mäandrierenden Flussverlauf, der stellenweise noch naturnahe Abschnitte mit Unterwasservegetation aufweist. Die Ahse ist hier teilweise eingetieft und wurde historisch begradigt sowie mit Steinschüttungen befestigt. Im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen wurden bereits Strukturen wiederhergestellt, um die Überschwemmungsdynamik und die ökologische Funktionalität der Aue zu fördern. Charakteristisch sind die steilen Uferböschungen, die von Hochstaudenfluren dominiert werden, sowie die Ufergehölze aus Weiden, Erlen, Eschen und Eichen.

Das Schutzgebiet beherbergt vielfältige Lebensräume, darunter feuchte Wiesen, Röhrichtzonen, Seggen- und binsenreiche Nasswiesen sowie Kleingewässer. Ein Großteil der Fläche wird als Grünland genutzt, wobei insbesondere der Lebensraumtyp der „Glatthafer- und Wiesenknopf-Silgenwiesen“ in gutem Erhaltungszustand vorliegt. Diese Flächen bieten Lebensraum für verschiedene geschützte Tier- und Pflanzenarten. Neben landwirtschaftlicher Nutzung durch Weideland und Mähwiesen befinden sich im Westen des Gebiets auch ackerwirtschaftlich genutzte Flächen, die jedoch strukturell ärmer sind.

Als Teil der regional bedeutsamen Biotopverbundachse Ahseaue spielt das NSG Ahsemersch eine wichtige Rolle im landschaftsökologischen Zusammenhang. Es dient als Rückzugs- und Lebensraum für verschiedene geschützte Biotope und Arten, darunter auch solche des Lebensraumtyps 3260 – Fließgewässer mit Unterwasservegetation. Im Gebiet münden zudem der Tünner Bach und der Mühlbach in die Ahse. Zukünftige Schutzmaßnahmen zielen darauf ab, die natürliche Dynamik der Aue weiter zu stärken, Renaturierungen fortzusetzen und ungenutzte Uferstreifen als Pufferzonen anzulegen.

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