Alter Bauhof Herringen
Highlights
- Denkmalgeschützter Bauhof aus 1937/38 als zentraler Reparaturstandort der Ruhrkohle-Zeche für Kolonienhäuser.
- Nach 1980 durch Privatisierung der Häuser schrittweise geschlossen; Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
- Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz ermöglichen barrierefreien Besuch des historischen Kulturorts.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Zugang zum denkmalgeschützten Gebäude.
- Ein barrierefreier Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe für Besucher bereit.
- Die historische Architektur des Bauhofs aus den 1930er-Jahren bietet Einblicke in die industrielle Baugeschichte der Region.
Eigenschaften
Alter Bauhof Herringen – Kulturdenkmal am Torksfeld
Der Alte Bauhof Herringen an der Adresse Zum Torksfeld 2 ist ein historisches Zeugnis der industriellen und kommunalen Entwicklung im Stadtbezirk Herringen. Das denkmalgeschützte Gebäude entstand in den späten 1930er-Jahren als zentraler Bauhof der Ruhrkohle, um die Instandhaltung der zahlreichen Arbeiterkolonien zu koordinieren. Als Teil der Infrastruktur der Zeche diente es der Reparatur und Wartung von Gebäuden, Straßen und öffentlichen Einrichtungen – eine Aufgabe, die bis zur Schließung des Hofs im Jahr 1994 fortbestand.
Die Bedeutung des Bauhofs liegt nicht nur in seiner praktischen Funktion, sondern auch in seiner Verbindung zur lokalen Geschichte. Während der Zeit des Betriebs wurde das Gebäude eng mit Behörden wie dem Bauplanungsamt, dem Grünflächenamt und dem Amt für Denkmalschutz zusammenarbeitet. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie der Hof als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Handwerk und Denkmalschutz agierte. Selbst als die Ruhrkohle die Häuser an Privatpersonen verkaufte, blieb der Bauhof ein wichtiger Akteur im Stadtbild – bis zu seinem endgültigen Rückzug aus dem operativen Betrieb.
Nach seiner Schließung wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, um sein historisches Erbe zu bewahren. Heute dient es der Förderung der heimatlichen Kultur im Stadtbezirk Herringen. Der Satzungszweck des Trägers zielt darauf ab, das denkmalgeschützte Gebäude nutzbar zu machen und so die regionale Identität lebendig zu halten. Der Bauhof steht dabei nicht nur als architektonisches Denkmal, sondern auch als Symbol für die soziale Verantwortung der Industrie gegenüber ihren Mitarbeitenden und der Gemeinschaft.
Besucher können den Alten Bauhof barrierefrei erkunden, da sowohl der Eingang als auch der Parkplatz rollstuhlgerecht gestaltet sind. Das Gebäude bietet damit nicht nur einen Einblick in die technische und administrative Geschichte der Region, sondern ist auch ein Ort, der für alle zugänglich ist. Durch seine Nutzung als kulturelles Zentrum wird die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewahrt – ein besonderes Merkmal inmitten des Stadtbezirks Herringen.
Wer sich für die industrielle Baukultur oder die Entwicklung der Arbeiterwohnviertel interessiert, findet hier ein einzigartiges Zeugnis. Der Alte Bauhof Herringen verbindet handwerkliche Tradition mit kommunalem Engagement und zeigt, wie ein solches Gebäude über Jahrzehnte hinweg die Lebensqualität der Bevölkerung prägte. Sein Erhalt ist somit nicht nur ein Schutz des Bauwerks selbst, sondern auch ein Beitrag zur Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses der Region.