Museum

Museumseisenbahn Hamm e.V.

Schumannstraße 35, 59199 Hamm

Highlights

  • Seit 1977 bewahrt der Verein historische Hamm-Bezugs-Fahrzeuge und betreibt eine 3,7 km lange Normalspurstrecke von Hamm-Schmehausen nach Lippborg-Heintrop.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz ermöglichen barrierefreien Besuch der Museumseisenbahn mit eigenem Bahnbetriebswerk in Hamm-Süd.
  • Alle Fahrteninnahmen fließen direkt in die Pflege der historischen Fahrzeuge – 100% ehrenamtlich betrieben seit über 40 Jahren.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Eingang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Teilnahme an den Veranstaltungen.
  • Die 3,7 Kilometer lange Normalspurstrecke zwischen Hamm-Schmehausen und Lippborg-Heintrop bietet Einblicke in die historische Eisenbahnlandschaft der Region.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Museumseisenbahn Hamm – Kulturausflug in Hamm

Die Museumseisenbahn Hamm e.V. ist ein lebendiges Stück Eisenbahngeschichte mitten in der Stadt Hamm. Seit über vier Jahrzehnten engagieren sich die Vereinsmitglieder, die ursprünglich als Abteilung des Verkehrsvereins begannen, für den Erhalt historischer Eisenbahnfahrzeuge mit Bezug zur Region. Der Verein wurde 1977 gegründet und zählt heute zu den wichtigsten Anlaufstellen für Eisenbahnfans in Westfalen.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Pflege und der Betrieb einer eigenen, 3,7 Kilometer langen Normalspurstrecke zwischen Hamm-Schmehausen und Lippborg-Heintrop. Diese Strecke verbindet historische Bahnanlagen mit der lokalen Industriegeschichte, insbesondere mit den ehemaligen Zechen wie Wendel, Radbod und Sachsen, die im frühen 20. Jahrhundert den Eisenbahnverkehr in der Region prägten. Die Strecke führt durch typische westfälische Landschaften und bietet Einblicke in die Entwicklung der Eisenbahn von den Anfängen bis in die Moderne.

Die Museumseisenbahn Hamm betreibt und restauriert selbst historische Fahrzeuge, die einen direkten Bezug zur Stadt Hamm haben. Ob Dampflokomotiven, Personenwagen oder Güterwagen – jedes Fahrzeug wird mit großer Sorgfalt aufbereitet, um es für zukünftige Generationen zu bewahren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, von jungen Helfern bis zu erfahrenen Technikern, sorgen dafür, dass die Fahrzeuge fahrtüchtig bleiben und die Technik lebendig bleibt. Jede Fahrt unterstützt dabei direkt den Verein, da die Einnahmen vollständig in die Pflege und den Betrieb fließen.

Die Geschichte der Eisenbahn in Hamm reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Gründung der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft 1843 markierte den Beginn des modernen Bahnverkehrs, während die Bergisch-Märkische Eisenbahn später die Anbindung nach Hagen und Wuppertal sicherte. Das heutige Bahnhofsgebäude in Hamm entstand um 1920 als Ersatz für den alten Inselbahnhof und spiegelt die Bedeutung der Eisenbahn für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wider. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ausbau der Bahnanlagen fortgesetzt, um den wachsenden Bedarf der Zechen zu decken.

Ein Besuch der Museumseisenbahn Hamm bietet nicht nur Fahrten auf historischer Strecke, sondern auch Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Ob bei der Restaurierung von Fahrzeugen, der Wartung der Infrastruktur oder der Organisation von Sonderfahrten – der Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz ist die Museumseisenbahn zudem barrierefrei gestaltet und bietet damit allen Interessierten die Möglichkeit, die faszinierende Welt der historischen Eisenbahn zu erleben.

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