Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Ringenberg

Schloßstraße 8, 46499 Hamminkeln-Ringenberg

Highlights

  • Schloss Ringenberg ist ein historisches Wasserschloss im Stadtteil Hamminkeln-Ringenberg und steht unter Denkmalschutz.
  • Architektonisches Highlight ist die erhaltene Holzbalkendecke mit barocker Malerei und Wappen aus dem 17. Jahrhundert.

Tipps

  • Das Schloss ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags besichtbar, außer sonntags geschlossen.
  • Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen bieten sich für Besucher als Programmpunkt an.
  • Ein kleiner Garten lädt zu Spaziergängen direkt am Schlossgelände ein.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Ringenberg

Das Schloss Ringenberg liegt im Stadtteil Hamminkeln-Ringenberg im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Es ist ein dreiflügeliges Wasserschloss im Stil des niederländischen klassizistischen Barocks und zählt heute zu den bedeutenden Kulturorten der Region. Die Anlage ist von einem Wassergraben umgeben und wird durch markante, runde Ecktürme an der Süd- und Ostecke geprägt. Besonders auffällig ist die geschweifte, laternenbekrönte Haube des südlichen Turms sowie das Walmdach mit historischen Wetterfahnen. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als Burg errichtet, wurde die heutige Schlossanlage im 17. Jahrhundert vom Freiherrn Alexander von Spaen nach Zerstörungen durch niederländische Truppen wieder aufgebaut.

Das Schloss beherbergt heute verschiedene kulturelle und öffentliche Einrichtungen. Im Erdgeschoss des südwestlichen Seitenflügels befindet sich eine bemalte Holzbalkendecke aus dem späten 17. Jahrhundert, die aufgrund ihrer floralen Malereien und Wappenstücke als nahezu im Rheinland gilt. Diese Decke war lange Zeit durch eine Abhängung geschützt und befindet sich daher noch weitgehend im Originalzustand. Heute ist das Gebäude Eigentum der Stadt Hamminkeln und beherbergt unter anderem das Standesamt sowie ein Atelierzentrum der Derik-Baegert-Gesellschaft. Auch ein Restaurant ist im Schloss beheimatet.

Die Geschichte des Schlosses reicht weit zurück. Bereits 1229 wird die Anlage erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach und spiegelt die komplexe politische Lage der Region wider. Nach verschiedenen Besitzwechseln gelangte das Schloss im 17. Jahrhundert in den Besitz der Familie von Spaen, die es zu einem repräsentativen Wohnsitz ausbaute. Seit 1984 steht das Schloss unter Denkmalschutz, und das umliegende Gelände wurde als Bodendenkmal erfasst. Heute dient es als „Dritter Ort“ für Kunst, Kultur und Gemeinschaft und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Das Schloss Ringenberg fungiert als Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen, Workshops und Tagungen. Räume wie der Rittersaal oder der Ofen- und Wappensaal sind für kulturelle und gesellschaftliche Zwecke buchbar. Auch Hochzeiten finden hier statt, begleitet vom romantischen Ambiente des historischen Gebäudes und seiner Parkanlagen. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen statt, die von der Öffentlichkeit wahrgenommen und besucht werden. Neben seiner kulturellen Funktion ist das Schloss auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs.

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