Turmstation "Auf dem Mars"
Highlights
- Die Turmstation "Auf dem Mars" in Wesel erinnert an die Luftlandeoperation "Operation Varsity" am 24. März 1945.
- Ehemals eine Trafostation, heute Gedenkstätte mit Fotos und Artefakten zur Befreiung des Niederrheins.
- Der "Liberation Tower" wurde 2021 zum 75. Jahrestag der Operation Varsity offiziell eingeweiht.
Tipps
- Die ehemalige Trafostation am Heiderott zeigt auf zwei Etagen beeindruckende Dokumente und Gegenstände aus der Zeit der Operation Varsity.
- Olaf Prinz bietet persönliche Einblicke in die Geschichte der Alliierten Luftlandung und macht damit die Besuchsstation zum lehrreichen Zwischenstopp.
Eigenschaften
Über Turmstation "Auf dem Mars"
Die Turmstation „Auf dem Mars“ in Hamminkeln, nahe Wesel im Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen, ist eine ehemalige Trafostation, die heute als Gedenkstätte und kleines Museum der besonderen Art genutzt wird. Sie erinnert eindrucksvoll an die historische „Operation Varsity“, eine der größten Luftlandeoperationen der Alliierten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Diese fand am 24. März 1945 unmittelbar in der Region statt und hatte das Ziel, einen Brückenkopf östlich des Rheins zu sichern, um den Vormarsch alliierter Truppen zu unterstützen.
Der ehemalige Transformatoren-Turm, der ursprünglich zur Stromversorgung der Region diente, wurde inzwischen liebevoll in eine Gedenkstätte umgewandelt. Seit 2021 trägt er offiziell den Namen „Liberation Tower“ und erinnert an die Befreiung des rechten Niederrheins vom Nationalsozialismus. Auf zwei Ebenen zeigt die Ausstellung Fotos, militärische Artefakte und persönliche Gegenstände, die im direkten Umfeld der Luftlandung gefunden wurden. Besucher erhalten so einen hautnahen Einblick in die Ereignisse des Kriegsendes und die Bedeutung der alliierten Operation vor Ort.
Die Sammlung im Turm wurde größtenteils von Olaf Prinz zusammengetragen, der sich mit großem persönlichem Engagement dem Erhalt der Geschichte und der Aufarbeitung der regionalen Kriegsereignisse verschrieben hat. Die Exponate stammen fast ausschließlich aus der direkten Umgebung und beziehen sich eng auf die „Operation Varsity“. Die Ausstellung ist nicht nur lehrreich, sondern auch emotional berührend – viele Besucher berichten von einer nachhaltigen Wirkung und der tiefen Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Die Turmstation vermittelt nicht nur militärische Geschichte, sondern auch eine wichtige industriekulturelle Komponente. Ursprünglich 1928 erbaut, versorgte sie jahrzehntelang die Region mit elektrischer Energie. Nach ihrer Stilllegung im Jahr 2019 wurde sie von Olaf Prinz übernommen und in einem aufwendigen Renovierungsprozess für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute dient sie als Begegnungsstätte, Gedenkort und kleines Museum – ein Ort des Erinnerns und der Mahnung.
Ein Besuch der Turmstation „Auf dem Mars“ ist jederzeit nach Vereinbarung möglich, da keine festen Öffnungszeiten bestehen. Die Besucherzahl ist begrenzt, was den persönlichen und intensiven Charakter des Ortes unterstreicht. Die Gedenkstätte ist ein kraftvolles Zeugnis der Geschichte des Krieges und ein eindrucksvoller Ort, der Mut zum Frieden und Respekt vor dem Schicksal der Opfer vermittelt.