Museum

Deutsches Goldschmiedehaus

Altstädter Markt 6, 63450 Hanau

Highlights

  • Es wurde ursprünglich als Rathaus der Altstadt errichtet und später nach Kriegszerstörung 1945 zum kulturellen Zentrum umgebaut.
  • Vor dem Gebäude steht der bedeutende Gerechtigkeitsbrunnen aus der Renaissance, geschaffen 1607/08 vom Bildhauer Johannes Rab.

Tipps

  • Das Deutsche Goldschmiedehaus in Hanau ist ein ehemaliges Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit wechselnden Ausstellungen zur zeitgenössischen Gold- und Silberschmiedekunst.
  • Vor dem Haus befindet sich der historische Gerechtigkeitsbrunnen aus dem Jahr 1607/08, ein sehenswertes Werk renaissancezeitlicher Steinmetzkunst.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Familie Bildung Kulturell Ganzjährig Barrierefrei

Über Deutsches Goldschmiedehaus

Das Deutsche Goldschmiedehaus in Hanau zählt zu den bedeutendsten Museen Deutschlands, das sich der Kunst der Gold- und Silberschmiedekunst widmet. In einem historischen Gebäude am Altstädter Markt präsentiert es wechselnde Ausstellungen, die von retrospektiven Schmuckgestaltern über thematische Schwerpunkte bis hin zu zeitgenössischen Künstlergruppen reichen. Neben Einzelpräsentationen werden auch wichtige Ausbildungsstätten und regionale sowie überregionale Strömungen der Edelmetallkunst gezeigt. Zu den besonderen Höhepunkten zählen unter anderem die regelmäßig stattfindenden Ausstellungen der Silbertriennale.

Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Zeugnis der Spätgotik und Frührenaissance und wurde erstmals im Jahr 1538 als Altstädter Rathaus errichtet. Mit seinem markanten Staffelgiebel, dem hohen Satteldach und einer zweiläufigen Freitreppe ist es ein eindrucksvolles Beispiel spätmittelalterlicher Baukunst. Die Fassade ziert eine Reihe von Sandsteinreliefs aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, die Motive wie Fabelwesen, Narren und Bürgertum zeigen. Ein in die Fassade eingelassener Eisenstab markiert die Hanauer Elle, einst das offizielle Maß für den Markt. Nach verschiedenen Nutzungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde das Gebäude 1942 zum Museum umgewidmet – zunächst für die Stadtgeschichte, später spezialisiert auf die Edelmetallkunst.

Während der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg brannte das Rathaus 1945 bis auf die Grundmauern nieder. In den 1950er Jahren erfolgte ein kunstvoller Wiederaufbau, der die ursprüngliche Fachwerkstruktur stilgetreu rekonstruierte. Dabei wurde auf die historische Raumstruktur verzichtet, um das Gebäude optimal als Ausstellungsraum zu nutzen. Heute beherbergt das Goldschmiedehaus eine umfangreiche Sammlung von Schmuck, Geräten und kunsthandwerklichen Objekten aus verschiedenen Epochen. Die Dauerausstellung sowie die wechselnden Sonderausstellungen bieten Einblicke in die Entwicklung der Goldschmiedekunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Vor dem Gebäude thront der Gerechtigkeitsbrunnen, ein kunstvolles Sandsteinwerk der Renaissance, geschaffen 1607/1608 vom Bildhauer Johannes Rab. Bekrönend steht die Justitia mit Waage und Schwert, flankiert von zwei Löwen, die die Wappen der Stadt Hanau und der Grafen von Hanau-Münzenberg tragen. Diese Kombination aus architektonischem Denkmal und künstlerischer Ausstellung macht das Deutsche Goldschmiedehaus zu einem kulturellen Schwerpunkt in der Region. Mit einem durchschnittlichen Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei über 3.000 Bewertungen gilt es als lohnenswertes Ausflugsziel für Interessierte von Kunst, Handwerk und Regionalgeschichte.

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