Parks & Gärten

Alter Steinbruch

34233 Fuldatal

Highlights

  • Der Wachtküppel ist ein 705,5 m hoher Berg in der Rhön bei Fulda.
  • Am Fuße des Berges befindet sich ein ehemaliger Sandsteinbruch.
  • Der Steinbruch wurde jahrelang als Grillplatz genutzt.

Tipps

  • Beim Besuch des ehemaligen Steinbruchs am Wachtküppel in Fuldatal auf unebenen und teilweise blockierten Wegen mit geeigneter Kleidung und festem Schuhwerk rechnen.
  • Der nahe gelegene geologische Lehrpfad am Fuße des Wachtküppels bietet interessante Einblicke in die regionalen Gesteinsformationen.
  • Auf dem Gipfel des 705,5 Meter hohen Wachtküppels lässt sich bei klarem Wetter eine gute Rundumsicht genießen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Bildung Ganzjährig

Über Alter Steinbruch

Der Alter Steinbruch liegt im hessischen Fuldatal, im Landkreis Kassel, unweit des Wachtküppels in der Gemarkung des Ortsteils Gackenhof, das zur Gemeinde Poppenhausen gehört. Diese Region ist Teil des Naturparks Hessische Rhön und des Biosphärenreservats Rhön. Der Steinbruch befindet sich etwa 250 Meter nordöstlich des Gipfels des Wachtküppels, versteckt im Wald und leicht unterhalb des Niveaus eines nahegelegenen Feldwegs. Das Gelände ist nicht unmittelbar über einen offiziellen Weg erreichbar, weshalb der Zugang über leicht blockierte Pfade erfolgt, was von Besucher:innen als lohnenswert, aber anstrengend wahrgenommen wird.

Der Steinbruch entstand durch die Gewinnung von Sandstein aus der Solling-Formation des oberen Mittleren Buntsandsteins, die im gesamten Rhön-Gebiet für den Abbau von Natursteinen genutzt wurde. Die abgebaute Gesteinsmassen erreichten eine Mächtigkeit von etwa vier Metern. Aufgrund seiner Lage wird angenommen, dass der Steinbruch historisch gesehen eine gewisse Bedeutung für die Stadt Fulda hatte. Heute befindet sich das Gelände im Eigentum des Landes Hessen und wird vom Forstamt Hofbieber verwaltet. Es handelt sich um ein ehemaliges Abbaugebiet, das heute stillgelegt ist und inzwischen naturnah überwachsen ist.

In unmittelbarer Nähe des Steinbruchs befindet sich die Wendelinuskapelle am Fuße des Wachtküppels, ein markanter Berg der Kuppenrhön. Der Wachtküppel selbst ist ein vulkanischer Rest und bekannt für seine felsige Gipfelkuppe sowie seine exponierte Aussicht. Ein geologischer Lehrpfad beginnt nahe des nahegelegenen Parkplatzes und führt zu verschiedenen Exponaten in der Umgebung, darunter auch zum Steinbruch. Der Berg ist zudem bekannt für seine magnetische Anomalie, die durch hohen Magnetitgehalt im Gestein verursacht wird und die zu ungenauen Ausschlägen bei Kompassmessungen führt.

Historisch war der Wachtküppel ein befestigter Wachtposten, der mit der Burg Ebersburg verbunden war. Auch wenn der Steinbruch selbst nicht direkt in die militärische oder strategische Nutzung des Berges eingegriffen hat, zeugt seine Existenz von der langen Tradition des Natursteinabbaus in der Region. In späteren Jahren wurde das Steinbruchgelände zeitweise als Grillplatz genutzt, was heute jedoch nicht mehr erlaubt ist. Der natürliche Charakter des Ortes hat sich seither weitgehend zurückerobert.

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