Drachentöterhaus
Eigenschaften
Über Drachentöterhaus
Das Drachentöterhaus in Hannover zählt zu den markantesten und kunstvollsten Gebäuden der Stadt. Es befindet sich zentral in der Georgstraße, unweit des Schiller-Denkmals, und gilt als ein beeindruckendes Beispiel spätbürgerlicher Architektur des frühen 20. Jahrhunderts. Die Fassade des Gebäudes ist reich verziert und aus Sandstein gefertigt, wobei besonders die über der Georgspassage angebrachte Skulptur des Heiligen Georg in seiner Rolle als Drachentöter ins Auge fällt. Diese nahezu vollplastische Figur von Werner Hantelmann verleiht dem Haus nicht nur seinen Namen, sondern auch sein kulturelles und ästhetisches Profil.
Errichtet wurde das Drachentöterhaus ursprünglich zwischen den Jahren 1900 und 1901 an der Kreuzung der Georgstraße mit der ehemaligen Nordmannstraße. Es entstand an der Stelle eines älteren Wohnhauses und wurde als Teil eines größeren Gebäudekomplexes konzipiert, der durch die neu angelegten Straßen Heiligerstraße und Limburgstraße entstand. Die Architekten Hermann Schaedtler und Karl Hantelmann schufen ein Bauwerk, das sowohl funktional als auch repräsentativ war. Ein hoher Schmuckturm erhob sich einst über dem Dach des Komplexes und prägte das Stadtbild als sichtbare städtebauliche Dominante im Zentrum Hannovers.
Nach seiner Fertigstellung diente das Gebäude zunächst als Geschäftslokal, unter anderem genutzt vom Einrichtungshaus Louis Fuge. Später wurde es unter anderem vom Elektrofachgeschäft W.O.P. Oberpottkamp und ab 1966 vom Technischen Kaufhaus Brinkmann bewohnt, das es zu einer der größten Elektrofachmärkte Deutschlands ausbaute. Nach dessen Schließung Anfang des 21. Jahrhunderts wurde das Gebäude umgenutzt und beherbergt heute unter anderem eine große Drogeriemarktfiliale. Dennoch bleibt die historische Fassade erhalten und bildet einen Kontrast zwischen Tradition und moderner Nutzung.
Das Drachentöterhaus genießt bei Besuchern und Einheimischen gleichermaßen hohes Ansehen, was sich in den durchschnittlich guten Bewertungen widerspiegelt. Es ist nicht nur ein architektonisches Schmuckstück, sondern auch ein Kulturdenkmal, das die Entwicklung der hannoverschen Innenstadt widerspiegelt. Die Kombination aus geschichtsträchtigem Gebäudebestand, zentraler Lage und kunstvoller Skulptur macht es zu einem lohnenswerten Ziel für Kulturinteressierte und Stadterkunder. In unmittelbarer Nähe zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Neuen Rathaus oder der Altstadt ist es fester Bestandteil vieler Stadtrundgänge.