Kirche/Kloster

Benediktinerkloster St. Pantaleon

Am Pantaleonsberg 8, 50676 Köln

Tipps

  • Die Kirche St. Pantaleon ist eine der ältesten romanischen Basiliken Kölns und ehemalige Benediktinerabtei, die heute kunsthistorisch bedeutsame Bau- und Kunstschätze beherbergt.
  • Im Inneren lassen sich frühmittelalterliche Gräber, barocke Gestaltungselemente sowie romanische Skulpturen entdecken, darunter der Maurinus- und Albinusschrein.
  • Ein Besuch der Krypta lohnt, da hier Reste einer römischen Villa suburbana erhalten sind, direkt unter dem Hochaltar zugänglich.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Benediktinerkloster St. Pantaleon

Das Benediktinerkloster St. Pantaleon in Köln zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten der Stadt und ist eine der zwölf großen romanischen Basiliken in der Kölner Altstadt. Die Kirche wurde dem Heiligen Pantaleon sowie den Heiligen Kosmas und Damian geweiht und befindet sich im Stadtteil südlich der Altstadt. Ursprünglich als Abteikirche eines Benediktinerklosters errichtet, das im 10. Jahrhundert durch Erzbischof Bruno I., den Bruder Kaiser Ottos des Großen, gegründet wurde, hat das Gotteshaus eine über 1000-jährige Geschichte, die sich in verschiedenen Baustilen niederschlägt – vom frühen Romanischen bis hin zum Spätgotischen und Barock.

Die Bauhistorie reicht weit zurück in die Spätantike: Auf dem Gelände, das als „Pantaleonshügel“ bekannt ist, stand einst eine römische Villa suburbana. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung bereits im 1. bis 4. Jahrhundert. Im Frühmittelalter wurde die Stelle zu einem wichtigen Begräbnisplatz und später zur Gründungsstätte eines Klosters. Die heutige Kirche entstand ab dem 10. Jahrhundert und wurde unter anderem durch die Kaiserin Theophanu erweitert, die hier auch begraben liegt. Das monumentale Westwerk mit seinen skulpturalen Ausstattungen zählt zu den Höhepunkten ottonischer Sakralarchitektur. Auch das Grab des Erzbischofs Bruno I. befindet sich in der Kirche.

Im Inneren beherbergt St. Pantaleon zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Objekte: darunter der Maurinusschrein aus dem 12. Jahrhundert, der Albinusschrein, barocke Altäre sowie ein spätgotischer Lettner. In der Krypta unter dem Hochaltar sind Reste der römischen Villa sowie mittelalterliche Wandmalereien zu sehen. Das ehemalige Kreuzganggebäude an der Nordseite des Chores ist heute fragmentarisch erhalten und zeugt von der ehemaligen Klostergröße. Besonders sehenswert ist auch der barocke Reliquien-Umgang hinter dem Hochaltar, der in den letzten Jahren restauriert wurde.

Die Kirche ist nicht nur ein Zeugnis der Baukunst, sondern auch Schauplatz christlicher Spiritualität und Kultur. Sie wird heute als Pfarrkirche genutzt und steht unter der seelsorglichen Leitung der Personalprälatur Opus Dei. Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten ist der Zugang zur Kirche bis Ende 2024 eingeschränkt; lediglich das Westwerk kann zu bestimmten Zeiten besucht werden. Dennoch bleibt St. Pantaleon ein lohnenswertes Ausflugsziel für Interessierte der Romanik, Sakralbaukunst und Kölner Kirchengeschichte.

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