Weper, Gladeberg und Aschenburg
Highlights
- Es liegt nordwestlich von Göttingen und erstreckt sich über die Gemeinden Hardegsen, Moringen und Bovenden.
- Zum Schutzgebiet gehören fünf Teilflächen, darunter der Heineberg, Weper, Gladeberg und Aschenburg.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet ist gut für Beobachtungen seltener Pflanzenarten geeignet, insbesondere Orchideen wie Helmknabenkraut und Gelber Frauenschuh.
- Die Fläche liegt abseits von größeren Wegen und erfordert geländegängiges Schuhwerk sowie wetterangepasste Kleidung.
- Parken ist nur in den ausgewiesenen Stellplätzen erlaubt, um die Schutzgebietsflächen nicht zu beeinträchtigen.
Eigenschaften
Über Weper, Gladeberg und Aschenburg
Das Naturschutzgebiet „Weper, Gladeberg und Aschenburg“ liegt im südlichen Niedersachsen und erstreckt sich über die Gemeinden Hardegsen, Moringen und Bovenden im Landkreis Northeim sowie Teile des Landkreises Göttingen. Es umfasst eine Fläche von rund 267 Hektar und gehört zum größeren FFH-Gebiet mit demselben Namen. Das Gebiet setzt sich aus fünf Teilflächen zusammen, die durch das angrenzende Landschaftsschutzgebiet miteinander vernetzt sind und seit Mitte des 21. Jahrhunderts unter Naturschutz stehen. Ursprünglich war bereits 1981 ein kleineres Gebiet namens „Weper“ ausgewiesen worden, das heute in das erweiterte Naturschutzgebiet integriert ist.
Die Landschaft gliedert sich in unterschiedliche naturräumliche Abschnitte: Der Heineberg östlich von Fredelsloh, Teile der Weper zwischen Fredelsloh und Trögen, der Gladeberg südlich von Hardegsen sowie die Aschenburg westlich von Harste. Diese Vielfalt prägt die ökologischen Gegebenheiten des Gebiets. Im Vordergrund stehen der Erhalt artenreicher Halbtrockenrasen sowie naturnaher Laubwälder. Die Halbtrockenrasen, vorwiegend als Enzian-Schillergras-Rasen ausgeprägt, sind Ressourcen einer ehemaligen Hutungslandschaft und beherbergen seltene Pflanzenarten wie verschiedene Orchideenarten, darunter Gelber Frauenschuh, Helmknabenkraut und mehrere Knabenkrautarten. Hinzu kommen Moose, Flechten sowie typische Begleitpflanzen wie Großes Windröschen oder Silberdistel.
Die Tierwelt profitiert von dieser strukturreichen Flächennutzung. Zu den bemerkenswerten Arten zählen unter anderem seltene Tagfalterarten wie der Silbergrüne Bläuling, der Thymian-Ameisenbläuling oder der Zwergbläuling. Auch die Zauneidechse hat hier ihren Lebensraum. In den angrenzenden Staudenfluren und Trockengebüschen finden sich weitere charakteristische Arten wie Ruchgras und Wiesenkümmel, die Lebensräume für Schmetterlinge wie das Schachbrett oder die Goldene Acht bieten. Die Waldflächen bestehen überwiegend aus Rotbuchenwäldern mit hohem Anteil an Alt- und Totholz. Sie sind geprägt von Waldmeister-Buchenwald und stellenweise auch Orchideen-Buchenwald. Daneben finden sich Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder, die auf frühere Waldnutzungsformen zurückgehen.
Die Baumgesellschaften im Wald sind dominiert von Rotbuche, ergänzt durch Esche, Elsbeere und Spitzahorn. In der Krautschicht kommen standorttypische Arten wie Gelber Eisenhut, Türkenbund und Weißes Waldvöglein vor. In den Eichen-Hainbuchenwäldern dominieren Stieleiche, Traubeneiche und Hainbuche, begleitet von einer vielfältigen Strauch- und Krautschicht. Diese Wälder bieten Lebensraum für zahlreiche Fledermausarten, darunter das Große Mausohr, das aufgrund seiner Ansprüche an den Lebensraum eine besondere Bedeutung für den Naturschutz hat. Die Vielfalt an Lebensräumen macht das Gebiet zu einem wichtigen Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten in der Region.