Kirche/Kloster

Liebfrauenkirche Halberstadt

38820 Halberstadt

Highlights

  • Die Liebfrauenkirche in Halberstadt ist die einzige viertürmige Basilika aus der Romanik.
  • Sie wurde im Jahr 2005 1000 Jahre alt und liegt an der Straße der Romanik.
  • Die Kirche ist Heimat der reformierten Liebfrauengemeinde und bietet Führungen bei Öffnungszeiten.

Tipps

  • Besucher können außerhalb der Öffnungszeiten eine Anmeldung für Führungen über das Gemeindebüro vornehmen.
  • Im Kirchenschiff läuft regelmäßig Taizé-Musik, die zur Ruhe und Besinnung einlädt.
  • Die spätromanischen Chorschranken sind besonders sehenswert, ein Eintritt lohnt sich.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Liebfrauenkirche Halberstadt

Die Liebfrauenkirche in Halberstadt zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten der Region und ist neben dem Dom und der Martinikirche eine der drei evangelischen Hauptkirchen der Stadt. Besonders hervorzuheben ist ihre Stellung als einzige erhaltene viertürmige Basilika aus der Romanikzeit in Mittel- und Norddeutschland. Dies macht sie zu einem herausragenden Zeugnis der frühmittelalterlichen Architektur und einer der Hauptsehenswürdigkeiten entlang der Straße der Romanik. Ihr eindrucksvolles, burgartiges Äußeres prägt den Abschluss des Domplatzes im Westen, wo sie zusammen mit dem Petershof steht.

Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort lebendiger Gemeinde und kultureller Begegnung. Sie beherbergt unter anderem die Chorgemeinschaft der Nichtsänger, die mit ungewöhnlichen Formen der Laienbeteiligung begeistert, wie etwa dem Mitsingen in der Osterzeit. Besucher berichten von einer besonderen Atmosphäre im Kirchenschiff, das durch schlichte Klarheit und die ruhige Musik aus Taizé einen Raum der Stille und Besinnung schafft. Höhepunkte der Innenausstattung sind die spätromanischen Chorschranken, die einen eigenen Eintritt lohnen.

Die Liebfrauengemeinde gehört heute dem Reformierten Kirchenkreis innerhalb der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland an. Ihre Geschichte ist eng verknüpft mit der Entwicklung der reformierten Gemeinden in der Region, die auf Flüchtlinge aus Frankreich und der Pfalz im 17. Jahrhundert zurückgeht. Die Kirche selbst feierte im Jahr 2005 ihr 1000-jähriges Bestehen, was Anlass für eine breite Würdigung des Bauwerks war. Heute lädt die Kirche während der Öffnungszeiten zu Führungen und Besichtigungen ein, die über das Gemeindebüro angefragt werden können.

Der Domplatz, auf dem die Liebfrauenkirche steht, bildet mit seinen umliegenden Bauten aus verschiedenen Epochen – Renaissance, Barock, Klassizismus und Moderne – ein geschlossenes städtebauliches Ensemble. Im Osten gegenüber dem Dombau gelegen, wird der Platz durch die monumentale Ausstrahlung der Kirche geprägt. Die Umgebung mit hohen Mauern und Toren verleiht dem Standort zudem eine historische Tiefe, die den Besuch lohnt. Auch wenn manchmal nicht alle Bereiche der Kirche zugänglich sind, bieten bereits die Außenbereiche und der Kreuzgang viel zu entdecken – von skulpturalen Statuen bis zu kunstvollen Reliefs an den Außenwänden.

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