Denkmal/Gedenkstätte

Beyond Horizons 2025

09376 Oelsnitz/Erzgebirge

Highlights

  • James Turrells Ganzfeld-Installation 'Beyond Horizons 2025' in Oelsnitz besteht aus zwölf Farbräumen mit Stroboskopeffekten.
  • Das Kunstwerk ist dauerhaft in der Kohlewelt Oelsnitz zu sehen und nur nach vorheriger Ticketbuchung zugänglich.
  • Die Lichtinstallation ist in eine Industriehalle aus Cortenstahl integriert und schafft ein immersives Raum-Zeit-Erlebnis.

Tipps

  • Unvoreingenommen auf die Lichterfahrung einlassen, da sich die Wahrnehmung im Raum ständig verändert.
  • Vor Beginn der Show auf eine Gruppe warten, um das volle visuelle Erlebnis gemeinsam zu teilen.
  • Kostenloses Eintrittsfenster am ersten Mittwoch im Monat nutzen, um die Installation ohne zusätzliche Gebühr zu sehen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Beyond Horizons 2025

„Beyond Horizons 2025“ ist eine Lichtinstallation des US-amerikanischen Künstlers James Turrell in Oelsnitz/Erzgebirge. Das Werk entstand im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2025 und ist Teil der international beachteten „Ganzfeld“-Serie. Es befindet sich dauerhaft in der Kohlewelt Oelsnitz, einem ehemaligen Bergbauareal, das heute als Museum fungiert. Die Installation besteht aus zwölf aufeinanderfolgenden Farbräumen, die durch stroboskopische Effekte unterbrochen werden und so die Grenzen der Wahrnehmung erfahrbar machen. Turrells Ansatz löst das traditionelle Kunstobjekt auf und macht Licht, Raum und Wahrnehmung selbst zum Thema.

Die architektonische Integration erfolgte in ein restauriertes Stahlgerüst einer ehemaligen Schmiede des Bergbaubetriebs. Die Hülle des Kunstwerks besteht aus Cortenstahl und bildet einen markanten Kontrast zur industriellen Umgebung. Die Umgestaltung des Areals wurde vom regionalen Architekturbüro H2 ARCHITEKTUR by hendrik heine realisiert. Die Kombination aus historischer Industriebausubstanz und zeitgenössischer Lichtkunst schafft ein vieldeutiges Gesamtkunstwerk, das auch Fragen des Denkmalschutzes neu interpretiert.

Der Besuch erfolgt in zeitlich begrenzten Gruppen von etwa zehn Personen, um ein intensives Erlebnis zu gewährleisten. Pro Zeitfenster wird der Zugang gesteuert, wobei die Besucher:innen vorab über das Verhalten im Raum informiert werden. Die Installation vermittelt ein sinnliches Erlebnis, bei dem sich Zeit und Raum auflösen. Einige Besucher:innen beschreiben den Eindruck, Farben nicht nur zu sehen, sondern auch zu schmecken, riechen oder hören. Andere betonen den meditativen Charakter, wiederum andere kritisieren, dass das Erlebnis nicht den Erwartungen entsprach. Die Lichteffekte können bei manchen Personen epileptische Anfälle auslösen, weshalb eine Vorsichtsmaßnahme empfohlen wird.

Das Kunstwerk ist in seiner Dimension und in der Verbindung mit der industriellen Architektur in Sachsen. Es thematisiert in seiner Form die romantische Idee eines Weges ins Innere, wie sie etwa von Novalis formuliert wurde. Die Wahrnehmung wird dabei zu einem zentralen Element der Auseinandersetzung mit dem Werk. Die Installation ist barrierefrei nur eingeschränkt zugänglich, da derzeit noch Bauarbeiten am Lifteinrichtungen andauern. Für Besucher:innen mit eingeschränkter Mobilität stehen Rollstühle zur Verfügung, Gehhilfen dürfen nicht mit in den Ausstellungsraum genommen werden.

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