Denkmal/Gedenkstätte

Burgruine Grünreuth

HGRQ+4P, 92275 Hartenstein

Highlights

  • Die Burgruine Grünreuth in Hartenstein ist eine historische Ruine mit 11 Meter langem Schutzgraben am Felsblock auf der Hasenleite.
  • Erwähnt in den Annalen von 1623 des Nürnberger Ratsschreibers Johannes Müllner als Teil der 'neuen Landschaft' mit Burgen und Herrensitzen.
  • Die Ruine gehört zu den 305 dokumentierten Burgen und Herrensitzen des Nürnberger Landes, basierend auf archivalischen Quellen und Bauforschung.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Zugang zur Burgruine Grünreuth und erleichtert die Erkundung für alle Besucher.
  • Auf dem Berg Hasenleite befindet sich ein markanter Felsblock, der durch einen 11 Meter langen Graben vom Plateau abgetrennt ist und als historisches Merkmal dient.
  • Die historische Karte von Johann Leonhard Spaeth aus dem Jahr 1806 bietet eine Übersicht der Burgen und Herrensitze im Nürnberger Land und hilft bei der Einordnung der Lage.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Burgruine Grünreuth – Kulturdenkmal in Hartenstein

Die Burgruine Grünreuth in Hartenstein ist eine historische Anlage, die auf einem markanten Felsplateau der Hasenleite thront. Die Ruine liegt etwa 500 Meter westlich-nordwestlich des ehemaligen Grünreuther Herrenhauses, das heute ebenfalls als Ruine erhalten ist. Die Burg ist durch einen 11 Meter langen Graben im Süden und Westen vom Plateau abgegrenzt, was ihre strategische Lage auf dem Berg unterstreicht.

Die genaue Entstehungsgeschichte der Burgruine ist nur bruchstückhaft überliefert. Laut historischen Aufzeichnungen des Nürnberger Ratschreibers Johannes Müllner (1623) gehörte Grünreuth zu den Burgen und Herrensitzen der „alten“ und „neuen“ Landschaft des Nürnberger Raums. Die Anlage war vermutlich Teil eines adligen Besitzkomplexes, der sich über Jahrhunderte in der Region erstreckte. Obwohl die Burg heute nur noch als Ruine existiert, deutet ihre Lage auf eine einstige Verteidigungs- und Kontrollfunktion hin.

Die Hasenleite, auf der die Burgruine liegt, war ein bedeutender Aussichtspunkt und strategischer Ort in der Region. Die Anlage selbst ist heute nur noch als Felsblock mit Resten der Befestigung erkennbar. Obwohl die Burgruine nicht in allen historischen Quellen explizit erwähnt wird, lässt sich ihre Existenz durch die Nähe zum Herrenhaus und die typische Topografie der Region rekonstruieren. Die Anlage steht damit stellvertretend für die mittelalterliche Burgenkultur im Umfeld des Nürnberger Landes.

Die Burgruine Grünreuth ist ein Beispiel für die oft vergessenen, aber prägenden Bauwerke der Region. Obwohl sie heute nicht mehr als vollständige Anlage erhalten ist, trägt sie zur historischen Kulturlandschaft bei und erinnert an die einstige Bedeutung von Burgen und Herrensitzen in der Umgebung. Für Besucher bietet die Ruine einen Einblick in die Architektur und Verteidigungskonzeptionen vergangener Epochen – wenn auch in bescheidenem Umfang.

Die Anlage ist als historische Sehenswürdigkeit klassifiziert und verfügt laut Angaben über einen rollstuhlgerechten Zugang, was sie für ein breites Publikum zugänglich macht. Trotz ihres verstreuten Zustands bleibt die Burgruine ein faszinierendes Zeugnis der regionalen Geschichte und ein lohnenswertes Ziel für Geschichtsinteressierte und Wanderer.

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