Denkmal/Gedenkstätte

Kursächsische Postmeilensäule

Zwönitzer Str. 12, 08344 Grünhain-Beierfeld-Grünhain

Highlights

  • Die kursächsische Postmeilensäule in Grünhain wurde 1732 errichtet und dient als Distanzmarker entlang sächsischer Poststraßen.
  • Nach mehreren Zerstörungen und Restaurationen erhielt sie 1985 ein originalgetreues Wappen zurück.
  • Die Säule besteht aus sieben Teilen und zählt heute zu den denkmalgeschützten Wegweisern im Erzgebirge.

Tipps

  • Die Postmeilensäule zeigt auf allen vier Seiten die Entfernung zu umliegenden Städten in Stunden an.
  • Das Wappenstück wurde 1985 nach einer umfassenden Restaurierung originalgetreu ergänzt.
  • Der Denkmalpflegeverein hat maßgeblich zur Erhaltung des historischen Zustands beigetragen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kursächsische Postmeilensäule

Die Kursächsische Postmeilensäule in Grünhain ist ein bedeutendes historisches Denkmal und zählt zu den erhaltenen Postmeilensäulen, die im Auftrag des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen im 18. Jahrhundert errichtet wurden. Sie steht im Ortsteil Grünhain der Stadt Grünhain-Beierfeld im Vogtlandkreis und markiert eine wichtige Verkehrsachse der sächsischen Geschichte. Die Säule befindet sich heute an der Zwönitzer Straße direkt vor dem Amtshaus und ist als historische Sehenswürdigkeit denkmalgeschützt.

Die Errichtung der Säule erfolgte auf Initiative des Land- und Grenzkommissars Adam Friedrich Zürner, der im Auftrag des Kurfürsten ein Netzwerk solcher Meilensteine im Kurfürstentum Sachsen etablieren ließ. Ursprünglich unterhalb des Marktplatzes aufgestellt, wurde sie im Laufe der Jahrzehnte mehrfach umgesetzt und restauriert. Im 19. Jahrhundert verlor sie ihr ursprüngliches Wappenstück, das später aus dem Klosterteich geborgen und durch ein falsches ersetzt wurde. Erst in den 1980er Jahren erhielt die Säule im Zuge einer umfassenden Restaurierung ihr originalgetreues Wappen zurück, gefertigt vom Dresdner Bildhauermeister Christian Hempel. Eine weitere Restaurierung im Jahr 2021 brachte auch die historischen Inschriften auf den vier Seiten der Säule zurück.

Der Aufbau der Postmeilensäule folgt dem typischen Schema kursächsischer Distanzsäulen. Sie gliedert sich in sieben Teile: Sockel, Postament und Postamentbekrönung bilden den Unterbau, während Zwischenplatte, Schaft, Wappenstück und Spitze den Oberbau darstellen. Die Inschriften an der Säule geben Auskunft über die Entfernungen zu verschiedenen Städten und dienten einst als Orientierungshilfe für Reisende und Postkutschen. Diese Funktion unterstreicht ihre Bedeutung als Teil des sächsischen Post- und Verkehrswesens der Frühzeit.

Die Säule hat mehrere Umzüge und Zerstörungen überstanden. Nach einem Verkehrsunfall in den 1920er Jahren, bei dem sie einstürzte, wurde sie an ihren heutigen Standort vor dem Amtshaus verlegt. Seitdem dient dieser Platz als fester Standort des Denkmals. Die mehrfachen Restaurierungen zeugen vom Engagement, solche kulturhistorischen Zeugnisse zu bewahren. Gäste äußern sich regelmäßig anerkennend über den guten Erhalt und die historische Aussagekraft der Säule. Besonders hervorgehoben wird die Tatsache, dass die Inschriften die Entfernungen in Reisezeiten zu verschiedenen Orten angeben – ein faszinierendes Zeugnis vergangener Zeitrechnung.

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