Denkmal/Gedenkstätte

Bergwerksmuseum Grube Glasebach

Geschlossen · Öffnet Mi um 09:30, 06493 Ballenstedt

Highlights

  • Das Bergwerksmuseum Grube Glasebach in Ballenstedt bietet Führungen durch historische Stollen aus dem 18. Jahrhundert.
  • Besucher erleben unter Tage original erhaltene Sohlen, Abbautechniken und beeindruckende Mineralisationen.
  • Ein Kunstrad von 9,50 m und historische Wasserhebetechnik sind Teil des einzigartigen Ausstellungsangebots.

Tipps

  • Bei der Führung durch das Bergwerk sind feste Schuhe und wetterfeste Kleidung empfehlenswert, da es unter Tage feucht und uneben sein kann.
  • Kinder unter fünf Jahren dürfen aus Sicherheitsgründen nicht an der untertägigen Führung teilnehmen, eine vorherige Anmeldung ist ratsam.
  • Das Museum verfügt über ein Außenmuseum mit originalen Arbeitsgeräten, das bei schlechtem Wetter eine gute Ergänzung zum untertägigen Erlebnis bietet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Bergwerksmuseum Grube Glasebach

Das Bergwerksmuseum Grube Glasebach liegt im ortsteil Straßberg der Gemeinde Harzgerode und zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern im südlichen Harz, nahe der Stadt Ballenstedt in Sachsen-Anhalt. Es bietet Einblicke in den historischen Bergbau des 18. Jahrhunderts, insbesondere in die Gewinnung von Fluorit und Silber. Die Grube selbst hat eine urkundliche Geschichte, die bis ins späte Mittelalter zurückreicht, und wurde über mehrere Jahrhunderte hinweg immer wieder neu aufgenommen und umgebaut.

Die unterirdischen Führungen führen durch original erhaltene Stollen und Gänge, in denen Besucher unter fachkundiger Leitung Abbautechniken und historische Wasseranlagen aus Eichenholz besichtigen können. Zu den Höhepunkten zählen der Schrägschacht mit seiner historischen Wasserhebetechnik sowie zwei erhaltene Sohlen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Deckenhöhe der Gänge beträgt stellenweise lediglich 1,20 Meter, was den Besuch für manche Besucher mit Platzangst zu einer körperlichen Herausforderung machen kann.

An der Oberfläche erstreckt sich ein Außenmuseum mit originalen Arbeitsgeräten, Maschinen und dem markanten Förderturm aus den 1970er Jahren. In der Ausstellung im Museum werden die regionale Bergbaugeschichte sowie verschiedene Mineralien thematisiert. Besucher erhalten hier Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt der Bergleute und erfahren, welche Rolle die Grube im Laufe der Jahrhunderte spielte – von der frühen Förderung bis hin zur industriellen Nutzung in der DDR-Zeit.

Die Führungen unter Tage dauern etwa zwei Stunden und finden mehrmals täglich statt. Kinder ab fünf Jahren sind willkommen, wobei besonderer Wert auf einen kindgerechten Umgang mit jungen Gästen gelegt wird. Die Grube genießt bei Besuchern einen hohen Bekanntheitsgrad und wird regelmäßig mit sehr guten Bewertungen versehen. Die sachkundigen und engagierten Führer tragen maßgeblich zur Qualität des Erlebnisses bei.

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