Kirche/Kloster

Christkönigskirche

Friedrich-Ebert-Straße 30, 69493 Hirschberg an der Bergstraße-Großsachsen

Highlights

  • Die Christkönigskirche in Großsachsen wurde 1963 bis 1965 im Stil der Zeit mit Sichtbeton erbaut.
  • Sie steht an einem Hang über dem Ortskern und ihr 30 Meter hoher, kreisrunder Turm ist weithin sichtbar.
  • Die vollständig verglaste Eingangsfassade wurde künstlerisch von Clara Kress gestaltet.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Christkönigskirche

Die Christkönigskirche steht in Großsachsen, einem Ortsteil der Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße im Rhein-Neckar-Kreis von Baden-Württemberg. Sie wurde in den Jahren zwischen 1963 und 1965 errichtet und ist somit ein Beispiel für den kirchlichen Bau der Nachkriegszeit. Die Kirche liegt an einem Hang über dem Ortskern und ist durch ihren etwa 30 Meter hohen, kreisrunden Turm, der wie ein Campanile freisteht und mit einem Kreuz bekrönt ist, weithin sichtbar. Der Baukörper erhebt sich über einem parabelförmigen Grundriss und ist mit einem tiefgezogenen Satteldach an der Eingangsfassade versehen.

Die Kirche wurde im Stil der 1960er Jahre mit Sichtbeton errichtet. Besonders auffällig ist die vollständig verglaste Eingangsfassade, die von der Künstlerin Clara Kress gestaltet wurde. Das großflächige Glasgemälde thematisiert „Schöpfung und Erlösung“ und bezieht sich dabei auf die Schriftstelle des Paulusbriefes an die Kolosser. Im Inneren befindet sich über dem Eingangsbereich eine Orgel, die 1970 von Xaver Mönch & Söhne erbaut wurde. Das Instrument verfügt über 24 Register auf zwei Manualen und Pedal. Das Geläut der Kirche besteht aus fünf Glocken, die 1980 von der Glockengießerei Mark gegossen wurden und in Harmonie mit dem Geläut der evangelischen Kirche vor Ort stehen.

Die Geschichte der Christkönigskirche ist eng verknüpft mit der Entwicklung der katholischen Gemeinde in Großsachsen. Im Mittelalter gehörte der Ort zu einer Filialpfarrei, später wurde eine eigene Kapelle erwähnt. Mit der Reformation ging die Zahl der Katholiken zunächst zurück, stieg jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich an, unter anderem durch Zuzug von Vertriebenen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Planung eines Neubaugebiets wurde Anfang der 1960er Jahre der Auftrag zur Errichtung einer neuen Kirche erteilt. Das Erzbischöfliche Bauamt Heidelberg beauftragte Manfred Schmitt-Fiebig mit der Planung. Die Kirche wurde 1965 geweiht und 1966 konsekriert. 2011 erfolgte eine umfassende Renovierung.

Die Kirche gehört heute zur neu geschaffenen Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße, nachdem bis 2026 die Katholiken in Hirschberg Teil der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg waren. Die Gemeinde St. Jakobus in Hohensachsen ist für die Seelsorge in der Region zuständig und betreibt neben der Christkönigskirche auch die Pfarrkirche in Hohensachsen sowie weitere kirchliche Einrichtungen. Die Kirche wird sowohl für Sonntags- und Feiertagsgottesdienste als auch für wöchentliche Messfeiern genutzt. Gäste loben die ruhige und nüchterne Atmosphäre der Kirche sowie die klare Architektur mit ihrer Holz-Dachkonstruktion.

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