Burg Friedenland
Highlights
- Burg Friedenland liegt auf einer isolierten Bergkuppe südlich von Herrmannsacker im Harz.
- Die Anlage gehört zur Burgengruppe Allzunah und wurde erstmals 1271 erwähnt.
- Heute sind nur noch wallartige Reste der mittelalterlichen Befestigung erhalten.
Tipps
- Burg Friedenland liegt auf einer isolierten Bergkuppe südlich von Herrmannsacker und ist über einen Graben und Vorwall befestigt.
- Der Geländeunterschied zur Umgebung beträgt bis zu 170 Höhenmeter – wetterfeste Kleidung empfiehlt sich.
- Die Anlage gehört zur Burgengruppe Allzunah und ist ca. 1,5 km nordnordöstlich von Herrmannsacker zu Fuß erreichbar.
Eigenschaften
Über Burg Friedenland
Die Burg Friedenland befindet sich im Ortsteil Herrmannsacker im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Sie thront auf einer isolierten Bergkuppe über dem Krebsbachtal und liegt etwa 460 Meter über dem Meeresspiegel. Die Anlage zählt zu einer Gruppe mittelalterlicher Befestigungsanlagen, zu der auch die Burgen auf Allzunah, Schadewald und Ebersburg gehören. Die genaue historische Einordnung bleibt jedoch unklar, da urkundliche Erwähnungen fehlen. Lediglich eine Holzung aus dem Jahr 1271 deutet auf die Existenz einer befestigten Stelle hin, damals bezeichnet als „ligna montis qui dicitur Vredelant“.
Die Burgfriedenland erstreckt sich oval auf einer Fläche von etwa 40 mal 70 Metern, wobei die Südseite spitz zulaufend angelegt ist. Im Norden der Anlage verengt sich das Gelände zu einem möglichen Turmhügel, der durch einen Graben und einen Vorwall abgetrennt ist. Um die gesamte Burganlage, abgesehen von der steil abfallenden Ostseite, zieht sich ein tiefer Graben mit einem Vorwall, was auf eine mittelalterliche Befestigung hinweist. Der Baugrund besteht aus Glimmermelaphyr des Unteren Rotliegenden, was die geologischen Grundlagen der Region widerspiegelt.
Archäologisch und bauforschend wurde die Stelle mehrfach untersucht. Erkenntnisse aus dem Werk „Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“ von Dr. Ing. Friedrich Stolberg liefern wichtige Einblicke in die topografische und bautechnische Einordnung der Burg. Die Anlage wird dabei als kleiner mittelalterlicher Burgstall beschrieben. Ihre Zugehörigkeit zur Burgengruppe um Allzunah wird dabei besonders hervorgehoben. Weitere Informationen finden sich in wissenschaftlichen Publikationen wie „Die Ebersburg“ von Meyer sowie in Arbeiten von Meyer/Rackwitz und Stolberg.
Die Burgfriedenland ist Teil eines größeren archäologischen und landschaftshistorischen Kontexts im Südharzrand, gelegen zwischen den Orten Ilfeld und Stolberg, die beide im Helmegau verortet sind. Die landschaftliche Isolation der Anlage unterstreicht ihre ehemalige strategische Bedeutung. Heute sind von der ehemaligen Befestigungsanlage vor allem die Wall- und Grabensysteme erhalten, die einen Einblick in die militärische Architektur des Mittelalters ermöglichen.