Pfarrbüro St. Johannes Wietmarschen
Highlights
- Das Pfarrbüro St. Johannes Wietmarschen liegt in einem rollstuhlgerechten Pfarrhaus mit ebenerdigem Zugang und barrierefreiem Parkplatz.
- Die Marienstatue im Seitenschiff (1930) zeigt Maria mit Jesuskind auf dem linken Arm – ursprünglich so, nach einer 1988 festgestellten Beschädigung wiederhergestellt.
- Seit 1921 wird die Wallfahrt zur Marienstatue jährlich am Himmelfahrts-Sonntag mit Open-Air-Gottesdienst fortgeführt, verbunden mit der historischen Kloster- und Stiftstradition.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht den barrierefreien Zugang zum Pfarrbüro und den umliegenden Gebäudeteilen.
- Der Parkplatz vor dem Pfarrbüro verfügt über gekennzeichnete Flächen für Fahrzeuge mit Behinderungsausweis.
- Die Marienstatue im rechten Seitenschiff zeigt das Jesuskind seit einer Restaurierung im Jahr 1988 wieder auf dem linken Arm.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in Wietmarschen: Pfarrbüro St. Johannes
Das Pfarrbüro St. Johannes Wietmarschen ist ein zentraler Ort für spirituelle und kulturelle Traditionen im Herzen des niedersächsischen Wietmarschen. Als Teil der Kirchengemeinde St. Johannes Apostel verbindet es seelsorgliche Aufgaben mit der Bewahrung einer über Jahrhunderte gewachsenen Wallfahrtsgeschichte. Besonders bekannt ist die hier verehrte Marienstatue, deren Ursprung bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich trug die Muttergottes das Jesuskind auf dem linken Arm – eine Haltung, die bei einer Restaurierung im 20. Jahrhundert durch Prozessionsschäden verändert und später wiederhergestellt wurde.
Die Wallfahrt zu dieser Statue erlebte im frühen 20. Jahrhundert eine Renaissance, initiiert von Pastor Thias Rosemann, der sich leidenschaftlich für die Wiederbelebung der Tradition einsetzte. Seit 1921 zieht die Wallfahrt jährlich zahlreiche Pilger an, darunter auch die traditionelle Open-Air-Veranstaltung am Sonntag vor Christi Himmelfahrt. Die Marienkapelle im rechten Seitenschiff der Kirche dient als zentraler Ort der Andacht und zeigt die tiefe Verbindung von Glauben und lokaler Geschichte.
Nebst der Wallfahrtsgeschichte bietet die Region um Wietmarschen auch einen Einblick in die reformatorische Epoche. Das Stiftsmuseum, gemeinsam vom Heimatverein Wietmarschen und der Kirchengemeinde gestaltet, dokumentiert die Entwicklung des ehemaligen Damenstifts von seinen mittelalterlichen Anfängen bis zur Neuzeit. Eine besondere Ausstellung widmet sich der Reformation und zeigt, wie das Stift im 16. Jahrhundert zu einem freiweltlichen Damenstift umgewandelt wurde. Ergänzt wird dies durch eine Bilderpräsentation mit 100 Motiven zur lokalen Geschichte, die von der Klosterzeit bis zur modernen Wallfahrtskultur reicht.
Für Besucher bietet das Pfarrbüro nicht nur seelsorgerische Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, an geführten Museumstouren teilzunehmen. Der Heimatverein Wietmarschen organisiert auf Anfrage kostenlose Führungen, die Einblicke in die Architektur, Kunst und Geschichte des Stifts geben. Besonders Gruppen können nach Absprache individuelle Termine vereinbaren, um die kulturellen Schätze Wietmarschens zu erkunden. Der barrierefreie Zugang – sowohl am Gebäude als auch am Parkplatz – macht den Ort für alle zugänglich und unterstreicht den modernen Anspruch auf Inklusion.
Als Ort der Begegnung zwischen Tradition und Gegenwart vereint das Pfarrbüro St. Johannes Wietmarschen sakrale Andacht, historische Aufarbeitung und lebendige Gemeinschaft. Ob als Wallfahrtsziel, Museum oder seelsorglicher Anlaufpunkt – es steht für die ungebrochene Verbindung von Glauben, Kultur und regionaler Identität in Wietmarschen.