Stolpersteine
Highlights
- In Stadthagen erinnern Stolpersteine an NS-Opfer und Verfolgte des Landkreises Schaumburg.
- Die Synagoge zeigt Dauer- und Wanderausstellungen zur jüdischen Geschichte und NS-Verfolgung.
- Die Ausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ stellt exemplarisch Schaumburger Verfolgte vor.
Tipps
- Die Stolpersteine in Stadthagen erinnern an Personen, deren Lebenswege durch den Nationalsozialismus geprägt wurden und deren Schicksale dokumentiert werden.
- Ein Besuch der Synagoge ermöglicht den Zugang zu einer Dauerausstellung mit historischen Informationen zur jüdischen Gemeinde und der regionalen NS-Geschichte.
- Die digitale Version der Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ bietet vertiefende Einblicke in die Verfolgung von Betroffenen im Landkreis Schaumburg.
Eigenschaften
Stolpersteine Stadthagen entdecken
Die Stolpersteine in Stadthagen sind ein bewegendes Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, das an die Schicksale verfolgter Menschen erinnert. Initiiert vom Künstler Gunter Demnig, liegen diese kleinen, in den Bürgersteig eingelassenen Gedenktafeln vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Betroffenen. Sie tragen Namen, Lebensdaten und kurze Hinweise auf die Verfolgung, Deportation oder Ermordung – eine stille, aber eindringliche Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit.
Stadthagen war wie viele andere Städte im Deutschen Reich ein Ort, an dem Juden, politische Gegner, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie Menschen mit Behinderungen oder „asozialen“ Merkmalen systematisch Entrechtung, Verfolgung und oft den Tod erlitten. Die Stolpersteine in der Stadt dokumentieren diese lokalen Schicksale und machen sie sichtbar. Besonders eng verbunden ist dieses Projekt mit der Synagoge Stadthagen, die heute als Ort der Erinnerung und Aufklärung dient.
Die Synagoge beherbergt eine Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Stadthagen und Schaumburg, die auch die Verfolgungsgeschichte thematisiert. Ergänzt wird dies durch die Wanderausstellung *„entrechtet – vertrieben – ermordet“*, die exemplarisch die Schicksale von Verfolgten aus der Region aufzeigt. Die Ausstellung kann digital eingesehen oder für Schulklassen und Gruppen ausgeliehen werden. So wird das Bewusstsein für die NS-Verbrechen lebendig gehalten.
Ein zentraler Bestandteil der Stolpersteine ist ihre offene und partizipative Form: Sie laden Passanten ein, innezuhalten und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Die Tafeln sind oft mit persönlichen Daten versehen, die auf die individuellen Wege der Verfolgten hinweisen – von Zwangsarbeit über Deportation bis hin zum Mord. Damit werden die Opfer nicht nur als Statistiken, sondern als Menschen mit Biografien sichtbar gemacht.
Die Stolpersteine in Stadthagen sind somit ein wichtiger Beitrag zur Gedenkkultur und zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Sie verbinden lokale Geschichte mit universellen Fragen nach Menschlichkeit, Verantwortung und dem Erinnern an die Opfer. Als Teil eines bundesweiten Projekts zeigen sie, wie Erinnerungskultur im Alltag gelebt werden kann – durch kleine, aber wirkungsvolle Zeichen.