Museum Tegernseer Tal
Highlights
- Das Museum Tegernseer Tal zeigt seit 1999 in 17 Räumen 850 Exponate zur Kultur- und Geschichte des Tegernseer Tals ab dem 14. Jahrhundert.
- Sonderausstellung ‚Weichenstellungen‘ beleuchtet 125 Jahre Tegernsee-Bahn und ihre Bedeutung für den bayerischen Verkehrswandel ab 1835.
- Die Dauerausstellung präsentiert historische Möbel der Familie Raab-Maier-Berghammer (1797–1967) sowie den originalen Dachstuhl von 1825.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Haupteingang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
- Die Dauerausstellung umfasst 17 Räume mit über 850 Exponaten, die die kulturelle und historische Entwicklung des Tegernseer Tals seit dem 14. Jahrhundert dokumentieren.
- Die Sonderausstellung ‚Weichenstellungen – 125 Jahre Tegernsee Bahn‘ beleuchtet die Bedeutung der Eisenbahn für die regionale Verkehrsgeschichte ab 1835.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Tegernseer Tal – Museum Tegernsee
Das Museum Tegernseer Tal im Alten Pfarrhof von Tegernsee ist ein zentraler Ort für Kultur- und Geschichtsinteressierte in einer der traditionsreichsten Regionen Altbayerns. Seit 1999 bietet es in 17 thematisch gestalteten Räumen rund 850 Exponate, die die vielfältige Geschichte des Tegernseer Tals lebendig werden lassen. Die Sammlung reicht von historischen Alltagsgegenständen über kunsthandwerkliche Meisterleistungen bis hin zu persönlichen Erinnerungsstücken – ein Spiegel der regionalen Identität und Entwicklung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von lokaler Geschichte und Architektur. Das Museum zeigt etwa den imposanten Dachstuhl aus dem Jahr 1825, der unter der Leitung des Zimmererpoliers Michael Tölzer entstand, sowie Möbel aus dem Besitz der Familie Raab-Maier-Berghammer, die über fünf Generationen den Hof bewirtschafteten. Diese Stücke wurden bereits auf nationalen Ausstellungen präsentiert und gelten als herausragende Beispiele handwerklicher Tradition.
Regelmäßig widmet sich das Museum aktuellen Themen durch Sonderausstellungen, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Tegernsee entstehen. So wurde etwa ein Kommunales Denkmalkonzept des Ortes ausgestellt, das den Blick auf das Ortsbild von „Gestern und Morgen“ lenkt. Die Präsentation dient nicht nur der Information, sondern gibt auch praktische Handlungsempfehlungen für den Schutz und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes. Begleitende Veranstaltungen wie geführte Stadtrundgänge oder Vorträge von Experten wie Roland Götz vertiefen das Verständnis für die regionale Baukultur.
Ein weiteres Highlight ist die Medaillensammlung des Bankbeamten Ludwig Maria Huber, die er dem Museum 1959 vermachte. Besonders beeindruckend sind die rund 500 Papstmedaillen, die von dem Gmunder Kirchenhistoriker Roland Götz in einer Sonderpräsentation vorgestellt werden. Die Sammlung illustriert nicht nur kunsthistorische Aspekte, sondern auch die persönlichen Sammelleidenschaften und den historischen Kontext ihrer Entstehung.
Das Museum Tegernseer Tal verbindet auf einzigartige Weise historische Funde mit lebendiger Gegenwart. Durch die enge Zusammenarbeit mit Vereinen wie dem Altertum-Gauverein und lokalen Akteuren wird die Geschichte des Tals aktiv weiterentwickelt – sei es durch Ausstellungen zu regionalen Persönlichkeiten oder durch Projekte, die das kulturelle Erbe bewahren. Mit seiner vielseitigen Sammlung und den wechselnden Ausstellungen ist das Museum ein unverzichtbarer Ort für alle, die sich für die Kultur und den Geist des Tegernseer Tals begeistern.