Denkmal/Gedenkstätte

Burg Killer

72417 Jungingen

Highlights

  • Burg Killer in Jungingen ist eine Höhenburg auf 739 m ü. NN am „Bürgle“.
  • Erste Erwähnung der Herren von Jungingen um 1075.
  • Um 1300 kam die Burg an Graf Eberhard I. von Württemberg.

Tipps

  • Die Ruine ist über einen Waldweg erreichbar, der vom Ortskern aus gut zu Fuß beschritten werden kann.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders bei gutem Wetter, da der Ausblick von der ehemaligen Gipfelburg weit über das Zollertal reicht.
  • Vor Ort sind informative Tafeln vorhanden, die Auskunft über die Geschichte der Burg und des Johanniterordens geben.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burg Killer

Die Ruine Hohenjungingen, auch als Burg Killer bekannt, befindet sich auf einem rund 739 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Bergkegel nördlich der Gemeinde Jungingen im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Die ehemalige Höhenburg wurde vermutlich im ausgehenden 12. Jahrhundert von den Herren von Jungingen errichtet. Erste urkundliche Erwähnungen des Ortes Jungingen und seiner Burganlage reichen in das Jahr 1075 zurück. Im Laufe der Zeit wechselte der Besitz der Anlage mehrfach; um die Wende zum 14. Jahrhundert gelangte sie in den Besitz des Johanniterordens, bevor sie schließlich an das Haus Württemberg überging.

Die Burganlage erstreckte sich auf dem Gipfel des sogenannten „Bürgle“ und verfügte über einen Bergfried mit einer Grundfläche von etwa 10,2 mal 11,5 Metern sowie eine ummauerte Vorburg. Die Mauerstärke des Bergfrieds betrug rund 1,5 Meter. Im Zuge des Städtekriegs von Reutlingen wurde die Burg im Jahr 1311 zerstört, ebenso wie das nahegelegene Dorf Jungingen, das in der gleichen Zeit niedergebrannt wurde. Seitdem liegt die Anlage weitgehend in Ruinen, wobei heute noch der Burggraben, Mauerreste sowie Schutt der ehemaligen Befestigungsanlagen sichtbar sind.

Archäologische Ausgrabungen in den Jahren 1952 bis 1955 brachten weitere Erkenntnisse über den Aufbau und die Nutzung der Burg zutage. Heute zählt die Ruine Hohenjungingen zu den abgegangenen Baudenkmälern im Zollernalbkreis. Die Erhaltung ist weitgehend dem natürlichen Verfall und der fehlenden Pflegegeschichte geschuldet. Dennoch bietet der Standort einen landschaftlich attraktiven Aussichtspunkt und ist Teil der vielfältigen Burgenlandschaft der Schwäbischen Alb. Die Ruine ist überörtlich erreichbar und wird gelegentlich von Interessierten und Wanderern aufgesucht, die sich für die Region und ihre Geschichte interessieren.

Die Burg Killer bzw. Ruine Hohenjungingen wird in regionalen Quellen als ehemalige Höhenburg mit mittelalterlichem Ursprung geführt. Sie steht in Verbindung mit anderen Burgen und Schlössern der Region, darunter die benachbarte Ruine Hohenringingen sowie weitere erhaltene oder abgegangene Anlagen im Umkreis. Aufgrund ihres historischen Kontexts und ihrer landschaftlichen Lage ist sie ein kleiner, aber beachtenswerter Bestandteil der Kulturdenkmäler im Zollernalbkreis.

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