Kirche/Kloster

St. Albanus Kirche

St.-Albanus-Straße 4, 54429 Schillingen

Tipps

  • Bei gutem Wetter lohnt sich ein Besuch besonders, da die Kirche auch architektonisch beeindruckt.
  • Der romanische Turm aus dem 12. Jahrhundert ist einen separaten Abstecher wert und bietet historischen Kontext.
  • Die barrierefreie Zugänglichkeit ermöglicht einen uneingeschränkten Besuch für alle Interessierten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Albanus Kirche

Die St. Albanus Kirche in Schillingen zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im südlichen Rheinland-Pfalz und ist Teil der Pfarrei Herz Jesu Im Hochwald innerhalb des Pastoralen Raums Hermeskeil im Bistum Trier. Das Bauwerk vereint verschiedene Epochen der Architektur und Kirchengestaltung und zeugt von der langen Geschichte christlichen Glaubens in der Region. Der älteste erhaltene Teil des Gebäudes ist der romanische Turm aus dem 12. Jahrhundert, der leicht versetzt zur Längsachse der Kirche steht und damit eine bemerkenswerte Bauweise aufweist. Im Untergeschoss des Turms befindet sich eine Kapelle mit Kreuzgratgewölbe, etwa einen Meter unterhalb des Niveaus des Kirchenschiffs.

Das heutige Kirchenschiff wurde im Jahr 1825 im klassizistischen Stil errichtet, nachdem die zuvor dreischiffige Kirche bis auf den romanischen Turm abgebrochen worden war. Die älteste Bauform der Kirche war zweischiffig und wurde im Zuge verschiedener Umbauten und Erweiterungen im Laufe der Jahrhunderte verändert. So wurde im Zuge des Dreißigjährigen Krieges ein Großteil des Bauwerks zerstört, und die Wiederherstellung zog sich bis ins 18. Jahrhundert hin. Ein Seitenschiff wurde später hinzugefügt, um den wachsenden Raumbedarf der Gemeinde zu decken. Aus dieser Zeit stammen auch der gotische Triumphkreuz, das heute über dem Hauptaltar hängt, sowie der historische Taufstein unter der Empore.

Die Innenausstattung der Kirche vereint Elemente unterschiedlicher Epochen. Die Chorfenster zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, darunter Abraham beim Opfer Isaac sowie Christi Himmelfahrt und Christus als König. Im Kirchenschiff sind zwölf Fenster angebracht, von denen zwei den Patron Albanus sowie Maria darstellen, während die übrigen Ornamente zeigen. Der Kreuzweg und die Kreuzigungsgruppe im Nazarenerstil stammen aus dem 19. Jahrhundert. Auf dem rechten Seitenaltar steht eine barocke Madonna. Derzeitige liturgische Ausstattung wie Altar, Ambo und Tabernakel wurden im Jahr 2004 vom damaligen Bischof Reinhard Marx geweiht und enthalten neben einer unbekannten Reliquie auch eine Reliquie der seligen Schwester Blandine Merten.

Einen besonderen klangvollen Akzent setzt die 1959 erbaute Gerhard-Orgel, die anstelle eines früheren Instruments aus dem 19. Jahrhundert installiert wurde. Die Orgel weist einen ungewöhnlichen Aufbau auf: Im Obermanual sind zwei Salizionalregister verbaut, wobei eines auf der Empore steht und das andere als Fernwerk neben dem Altar hängt. Mit einer Vielzahl an Koppeln und Spielhilfen bietet das Instrument vielfältige klangliche Möglichkeiten für Gottesdienste und Konzerte.

Die St. Albanus Kirche ist nicht nur ein Ort der liturgischen Praxis, sondern auch ein kultureller Anziehungspunkt in Schillingen. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten finden hier verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt, die das Gemeinschaftsleben fördern. Die barrierefreie Zugänglichkeit trägt dazu bei, dass die Kirche für alle Besucher ein offener und einladender Raum bleibt. Mit ihrer historischen Substanz, der kunstvollen Ausstattung und der lebendigen Nutzung durch die Gemeinde ist die Kirche ein zentraler Bestandteil des geistlichen und kulturellen Lebens in der Region.

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