Denkmal/Gedenkstätte

Heimkehrerdenkmal

25746 Heide

Highlights

  • Das Heimkehrerdenkmal in Heide wurde 1952 von Willi Schwinghammer geschaffen.
  • Es zeigt einen abgemagerten Kriegsheimkehrer mit zerrissener Kleidung vor der St. Jürgen Kirche.
  • Das Denkmal ist aus Stein und wurde 2003 saniert.

Tipps

  • Für Fotografien bietet sich das Denkmal vor dem historischen Kirchenbau als motivierendes Motiv an, besonders durch den Kontrast zur umliegenden Architektur.
  • Das Denkmal wurde 2003 saniert und steht im Kontext weiterer Werke des Bildhauers Willi Schwinghammer, der selbst in Heide lebte und arbeitete.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Heimkehrerdenkmal

Das Heimkehrerdenkmal in Heide steht vor der St. Jürgen Kirche und erinnert an die Kriegsheimkehrer und Kriegsgefangenen nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Werk wurde 1952 vom örtlichen Bildhauer Willi Schwinghammer geschaffen und 2003 saniert. Die Darstellung zeigt einen abgemagerten, zerrissenen Mann, dessen Erscheinung die Strapazen der Kriegsgefangenschaft und die Widrigkeiten der Heimkehr symbolisiert. Die Figur wirkt eingefallen und trägt deutliche Spuren der körperlichen und seelischen Belastung. Es handelt sich um eine naturalistische Skulptur aus Stein, die in der Rundansicht betrachtet werden kann.

Willi Schwinghammer, 1908 in Heide geboren, absolvierte Ausbildungen in Bremen und Berlin und etablierte sich nach dem Krieg als Bildhauer mit figürlichen Motiven, insbesondere im Zusammenhang mit Kriegsfolgen. Sein künstlerisches Schaffen war eng mit der Region verbunden, und er arbeitete später als Maler für die Stadt Heide, während er weiterhin eigene Werke mit landschaftlichen und heimischen Themen schuf. Das Modell für das Heimkehrerdenkmal war Otto Mittag, ein Nachbar Schwinghammers in Heide.

Das Denkmal ist Teil eines breiteren kulturellen Kontexts im Kreis Dithmarschen und Schleswig-Holstein, wo weitere Werke Schwinghammers zu finden sind. Ein weiteres Heimkehrerdenkmal des Künstlers befindet sich in Meldorf. Die Skulptur vor der St.-Jürgen-Kirche wird gelegentlich als Fotomotiv wahrgenommen, wenngleich einige Besucher das Objekt ansonsten als unauffällig empfinden. Die zugehörige Informationstafel wird dabei nicht immer zur Kenntnis genommen.

Das Heimkehrerdenkmal ist ein Mahnmal, das in schlichter, emotionaler Form auf die Schicksale vieler Kriegsheimkehrer hinweist. Es vermittelt keine heroische Darstellung, sondern vielmehr die Realität am Ende eines Krieges – geprägt von Verletzungen, Entbehrung und Unsicherheit. In dieser Hinsicht repräsentiert es einen wichtigen kulturellen und historischen Bezugspunkt in Heide. Die Umgebung des Denkmals, geprägt durch kirchliche und städtische Bauten, unterstreicht die Verbindung von öffentlichem Raum und Erinnerungskultur.

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