Kirche/Kloster

Christuskirche

Zähringerstraße 30, 69115 Heidelberg

Tipps

  • Die Christuskirche in Heidelberg-Weststadt besticht durch ihre historistische Architektur mit Elementen des Jugendstils, der Renaissance und des Gotikstils.
  • Der 65 Meter hohe Turm mit dem ungewöhnlichen Dach und den fünf Zacken ziert das Stadtbild der Weststadt und ist von weitem sichtbar.
  • Interessierte können die kunstvoll gestalteten Uhren mit Jahreszahlen der Reformationsgeschichte sowie die vier Evangelisten-Wasserspeier am Turm bestaunen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Christuskirche

Die evangelische Christuskirche in Heidelberg ist ein imposantes Sakralgebäude des Historismus und zählt heute zu den kulturellen und geistlichen Höhepunkten der Weststadt. Mit ihrem markanten 65 Meter hohen Turm prägt sie zusammen mit dem Turm der benachbarten katholischen St. Bonifatiuskirche das Stadtbild. Die Kirche wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut, nachdem die Familie Landfried ein Grundstück für den Kirchenbau zur Verfügung gestellt hatte. Der erste Spatenstich erfolgte im Jahr 1900, die feierliche Einweihung fand einige Jahre später statt. Heute ist die Christuskirche Sitz der Christus-Luther-Markus-Gemeinde und ein zentraler Ort des Glaubens und der Gemeinschaft in Heidelberg.

Architektonisch vereint die Christuskirche Elemente verschiedener Epochen: Jugendstil, Renaissance und Gotik verschmelzen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild, typisch für den Historismus jener Zeit. Besonders auffallend ist das Dach des Kirchturms mit seiner kupfernen Spitze, die von fünf Zacken gekrönt wird und ein großes Kreuz trägt. Auf der Spitze befindet sich zudem ein goldener Hahn, der die Windrichtung anzeigt. Die vier Uhren des Turms sind kunstvoll gestaltet und erinnern mit Jahreszahlen und Städten wie Wittenberg, Worms, Speyer und Augsburg an wichtige Stationen der Reformationsgeschichte. Unter den Uhren thronen beeindruckende Wasserspeier in Form der vier Evangelisten – ein Schmuckelement, das in dieser Form in keiner anderen Kirche Heidelbergs zu finden ist.

Über dem Hauptportal begrüßt ein schwebender Engel von Hans Fries die Besucher, gekrönt mit einem Sternendiadem. Der quadratische Innenraum ist als Predigtkirche konzipiert und bietet Platz für bis zu 1200 Personen. Die Kanzel bildet den zentralen Blickpunkt, während auf der linken Seite eine breite Empore den Eindruck eines zweischiffigen Raumes erzeugt. Die Kirche ruht auf einem stabilen Granitfundament und erhebt sich mit einer Scheitelhöhe von 15 Metern.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die farbenprächtigen Glasmalereien im Chorbereich. Drei große Fenster von Rudolf Yelin dem Älteren und ausgeführt von Heinrich Beiler zeigen Szenen aus dem Leben Jesu sowie die Seligpreisungen. Darunter die Geburt Christi, der Leidensweg und die Erscheinung des Auferstandenen. Weitere bunte Fenster im Seitenschiff stellen eine Salbung und eine Wunderheilung dar. In den Medaillons über den Bogengängen sind reformatorische Persönlichkeiten wie Martin Luther, Philipp Melanchthon, Johannes Calvin, Huldrych Zwingli und Jan Hus verewigt – ein deutlicher Hinweis auf die evangelische Tradition der Christuskirche.

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