Parks & Gärten

Bocholter Aa Velen - Borken

46342 Velen

Highlights

  • Das NSG Bocholter Aa Velen - Borken schützt eine feuchte Auenlandschaft entlang der Bocholter Aa mit seltenen Pflanzen- und Tierarten.
  • Das Gebiet umfasst verschiedene Lebensräume wie Feuchtgrünland, Erlenauenwälder und strukturreiche Uferbereiche entlang des Flusses.
  • Ziel des Naturschutzgebiets ist die Erhaltung der ökologischen Funktion der Bocholter Aa und ihres Biotopverbundes regionaler Bedeutung.

Tipps

  • Das Gelände umfassen mehrere Flächen entlang der Bocholter Aa – Wanderungen bieten Einblicke in verschiedene Biotope.
  • Beachtung der Beschilderung und Schutzgebietsregeln, um die Lebensräume seltener Arten nicht zu stören.
  • Naturerlebnis durch Beobachtung von Wasservögeln, Libellen und Pflanzen der Feuchtgebiete entlang der Aue.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Bocholter Aa Velen - Borken

Das Naturschutzgebiet Bocholter Aa Velen – Borken liegt im nordrhein-westfälischen Velen und erstreckt sich entlang des Flusslaufes der Bocholter Aa. Es umfasst einen Abschnitt von östlich des Schlosses Velen bis westlich von Gemen nördlich Borken. Innerhalb des rund 93 Hektar großen Schutzgebiets münden mehrere Nebenbäche, darunter der Schwarze Bach, der Weiße Vennbach und der Thesingbach südlich von Velen sowie der Messlingbach westlich von Ramsdorf. Die Fließgewässerdynamik ist im größten Teil des Gebietes naturfern geprägt, da der Bach in einem eingetieften, strukturarmen Trapezprofil verläuft, das durch Steinschüttungen gesichert ist.

Die Uferbereiche sind geprägt von Röhrichtsäumen mit Beständen aus Rohrglanzgras, Igelkolben und Wasserschwaden. Im Sommer prägt das Japanische Springkraut große Abschnitte entlang des Gewässers optisch. Oberhalb von Wehranlagen bilden sich oft Stillwasserzonen, in denen die Gelbe Teichrose dominiert. Ein wesentliches Wanderungshindernis für Fische und andere aquatische Organismen ist das Mühlenwehr am Südwestrand von Velen mit einem Höhenunterschied von etwa fünf Metern. Ursprüngliche Ufergehölze sind weitgehend verschwunden, lediglich vereinzelt finden sich noch erlen- und eschenreiche Auenwälder, beispielsweise am Schwarzen Bach oder südlich von Velen. Diese weisen jedoch häufig keine typischen Arten mehr auf, sondern sind von störenden Bewuchsarten wie Brennnessel, Brombeere und dem invasiven Japanischen Springkraut geprägt.

Im Gebiet erhalten sich noch kleinere Flächen von feuchten Grünlandbiotopen, darunter auch flutrasenartige Strukturen, beispielsweise östlich von Ramsdorf oder südlich des Hofes Ketteler am Messlingbach. Diese Flächen sind von hoher ökologischer Bedeutung, da sie Lebensräume für verschiedene gefährdete Pflanzen- und Tierarten bieten. Dennoch geht der Anteil an naturnahem Grünland kontinuierlich zurück, während landwirtschaftliche Nutzflächen, insbesondere Maisfelder, zunehmen. Im Fokus der Schutzziele stehen neben der Erhaltung und Wiederherstellung der ökologischen Funktionalität der Bocholter Aa auch der Schutz und die Förderung spezialisierter Lebensgemeinschaften. Dazu gehören unter anderem Feucht- und Nassgrünlandpflanzen, verschiedene Amphibien-, Reptilien- und Vogelarten sowie typische Flussauenwaldgesellschaften.

Ein weiteres Ziel des Naturschutzes ist die langfristige Sicherung der naturnahen Morphologie und Dynamik der Flussauenlandschaft. Dazu gehört auch die Förderung natürlicher Prozesse wie Uferabbrüche, Sandablagerungen oder die Sukzession von Weichholzauenwäldern. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der Erhaltung von Alt- und Totholzstrukturen, die wichtige Lebensräume für Höhlenbrüter und andere spezialisierte Arten darstellen. Aufgrund seiner landschaftlichen Eigenart, der biologischen Vielfalt und der Seltenheit bestimmter Biotope ist das Gebiet von erheblicher Bedeutung für den Natur- und Artenschutz im Kreis Borken.

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