Teufelssteine Heiden
Highlights
- Die Teufelsteine sind das älteste und südwestlichste Großsteingrab der Trichterbecherkultur in NRW.
- Das Jungsteinzeit-Ganggrab wurde aus Eiszeit-Findlingen vor 5000 Jahren erbaut und dient als Kollektivbestattung.
- Heute zählen die Düwelsteene zum Kulturdenkmal und Wappenmotiv der Gemeinde Heiden.
Tipps
- Die Teufelssteine sind ein jungsteinzeitliches Ganggrab der Trichterbecherkultur, gut erhalten und mit Infotafeln erklärt.
- Vom Parkplatz aus führt ein ca. 2 km langer Waldweg zur Anlage, der auch für Räder befahrbar ist.
- Auf dem Gelände gibt es Sitzgelegenheiten, Abfalleimer und eine kleine Überdachung mit Lageplan.
Eigenschaften
Ausflug Natur Park Stadt Heiden - Teufelssteine Heiden
Die Teufelssteine bei Heiden im Kreis Borken sind eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Nordrhein-Westfalens und zählen zu den besterhaltenen Großsteingräbern der Trichterbecherkultur. Gelegen auf einer der höchsten Erhebungen der Region, bieten sie nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Jungsteinzeit, sondern auch einen beeindruckenden Ausblick über die umliegende Dünenlandschaft. Die Anlage ist das Wahrzeichen der Gemeinde Heiden und trägt sogar im Wappen der Stadt zum Ausdruck.
Bei den Teufelssteinen handelt es sich um ein sogenanntes Ganggrab, das vor rund 5000 Jahren von Menschen der Jungsteinzeit errichtet wurde. Die verwendeten Findlinge stammen ursprünglich aus der letzten Kaltzeit und wurden durch Gletscherbewegungen aus Skandinavien in die Region transportiert. Die Steinblöcke, von denen einige mehrere Tonnen schwer sind, wurden mit enormem Aufwand an ihre jetzige Stelle gebracht und zu einer Kammer von rund 11,5 Metern Länge und 1,7 Metern Breite zusammengesetzt. Die Konstruktion erfolgte ohne Mörtel, allein durch geschickte Verwendung von Hebeln und Muskelkraft.
Das Grab wurde über Jahrhunderte als Kollektivbestattungsstätte genutzt. Bei Ausgrabungen wurden menschliche Überreste sowie Tongefäße mit Nahrungsvorräten gefunden, die aufwändig verziert waren. Obwohl einige Steine im Laufe der Jahrhunderte verschwanden oder beschädigt wurden, ist die Anlage heute weitgehend erhalten. Im 18. Jahrhundert wurde sie erstmals wissenschaftlich dokumentiert, später im Zuge von Baumaßnahmen geplündert. In den 1930er Jahren erfolgte eine Rekonstruktion durch örtliche Heimatvereine, bei der auch Keramikfragmente geborgen wurden.
Die Teufelssteine liegen landschaftlich eingebettet in einer von Kiefern bewachsenen Dünenregion, die während der Kaltzeit entstand. Die Umgebung lädt zu Wanderungen und Spaziergängen ein, wobei der Weg vom nahegelegenen Parkplatz aus etwa zwei Kilometer beträgt. Die Stätte ist über Waldwege zu erreichen, die auch für Fahrräder geeignet sind. Auf dem Gelände befinden sich Sitzgelegenheiten sowie eine kleine Überdachung mit informativen Tafeln, die die Geschichte und Bedeutung der Anlage anschaulich erklären.
Heute zählen die Teufelssteine zu den wichtigsten Kulturdenkmälern der Hohe Mark und gelten als Zeugnisse der frühen sozialen und ideologischen Entwicklung der Jungsteinzeit. Sie sind ein beliebtes Ausflugsziel für Interessierte der Archäologie und Natur, das sowohl geschichtsinteressierte Besucher als auch Naturfreunde gleichermaßen anspricht. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei über 70 Bewertungen zählt die Stätte zu den besonders gut erhaltenen und informativ aufbereiteten archäologischen Stätten der Region.
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Häufige Fragen zu Teufelssteine Heiden
Wo befinden sich die Teufelsteine?
Quelle: wikipedia
Was ist die Teufelssteine Heiden?
Quelle: wikipedia
Welche Funktion hatten die Teufelsteine?
Quelle: wikipedia
Wie wurden die Teufelsteine errichtet?
Quelle: wikipedia
Warum heißen sie Teufelsteine?
Quelle: wikipedia