Museum

Museum im Römerbad

Theodor-Heuss-Straße 3, 89518 Heidenheim an der Brenz, Deutschland

Highlights

  • Das Museum im Römerbad in Heidenheim zeigt eindrucksvolle Reste einer römischen Siedlung aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.
  • Es präsentiert archäologische Funde und Mauerreste eines antiken Verwaltungs- und Badegebäudes direkt im Stadtzentrum.
  • Die Dauerausstellung führt in die Geschichte der römischen Provinz Rätien und die Rolle von Aquileia als Straßenkreuzung ein.

Tipps

  • Das Museum ist kostenlos zugänglich, eine Voranmeldung für Gruppen ist ratsam.
  • Die Dauerausstellung wird derzeit erweitert, einige Vitrinen sind noch leer.
  • Tägliche Führungen außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Absprache möglich.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Museum im Römerbad

Das Museum im Römerbad in Heidenheim an der Brenz ist ein archäologisches Museum, das beeindruckende Reste einer bedeutenden römischen Siedlung präsentiert. Es befindet sich im Untergeschoss eines Parkhauses, etwa drei Meter unterhalb des heutigen Straßenniveaus, und ermöglicht so einen direkten Blick auf die antiken Bausubstanz. Die Ausgrabungen haben eindrucksvolle Überreste eines monumentalen römischen Bauwerks zutage gefördert, das möglicherweise einst als Sitz hoher Verwaltungsbeamter oder sogar als Nebenresidenz des Provinzstatthalters von Rätien diente. Über Fenster in der Eingangsrotunde lassen sich zudem Teile eines kleineren römischen Badegebäudes betrachten.

Die Dauerausstellung des Museums führt die Besucher auf eindrucksvolle Weise in die Zeit der Römer ein. Eine Tonbildschau dient als Einstieg, bevor Laufstege einen unmittelbaren Zugang zu den erhaltenen Mauerresten ermöglichen. Ergänzt wird die archäologische Begegnung mit einer umfangreichen Präsentation von Fundstücken aus der Region, die Einblicke in das Leben in der Grenzprovinz des römischen Reiches gewähren. Besonders sehenswert ist die Lage des Museums, da sie direkt über der antiken Siedlung Aquileia liegt – einem wichtigen Knotenpunkt im römischen Straßennetz südlich des Alb-Limes. Die römische Ala Secunda Flavia errichtete hier ein Kastell, das strategisch am Brenztal lag und somit eine Schlüsselposition im Verteidigungssystem des Reiches einnahm.

Das Museum ist saisonal geöffnet – von Mai bis Oktober jeweils sonntags zwischen 13 und 17 Uhr. Gruppenbesuche sowie museumspädagogische Angebote sind auch außerhalb dieser Zeiten möglich, vorherige Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist derzeit kostenlos. Während der regulären Öffnungszeiten können Besucher die Ausstellung selbstständig erkunden, außerdem besteht die Möglichkeit, Führungen zu buchen. Aktuell wird die Dauerausstellung schrittweise neu gestaltet, um den Besuch noch attraktiver und informativer zu machen. Teilweise werden zurzeit noch Umbauten durchgeführt, was sich gelegentlich auf die Vollständigkeit der Präsentation auswirken kann.

Ein besonderes Highlight des Museums sind die archäologischen Funde aus der Umgebung, die zeigen, wie lebendig und bedeutend die römische Siedlung einst war. Aquileia entwickelte sich nach dem Abzug der römischen Truppen um das Jahr 160 n. Chr. vom Militärstützpunkt hin zu einem zivilen Zentrum mit umfangreicher Infrastruktur. Die Stadt lag an der Kreuzung mehrerer wichtiger Straßen und profitierte von ihrer Lage direkt an der Brenz. Zahlreiche private und öffentliche Gebäude zeugen von einer blühenden Siedlung, die bis zum Beginn der Völkerwanderungszeit eine zentrale Rolle in der Region spielte. Die Römer zogen sich schließlich endgültig zurück, und die Gegend wurde von germanischen Stämmen besiedelt.

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