Kirche/Kloster

Evangelische Kirche Klingenberg

Kirchgässle 5, 74081 Heilbronn

Highlights

  • Die Evangelische Kirche Klingenberg erhielt 1736 ihre heutige Gestalt, der Chor und die Sakristei sind älter.
  • Die Sakristei wurde 1508 von Wilhelm von Neipperg und seiner Frau Anna von Schwarzenberg gestiftet.
  • Seit 2023 bildet Klingenberg eine vereinigte Kirchengemeinde mit Böckingen.

Tipps

  • Direkt in der Nähe der Kirche befindet sich ein sehenswerter historischer Brunnen, der zu einem Spaziergang einlädt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Evangelische Kirche Klingenberg

Die Evangelische Kirche Klingenberg liegt im gleichnamigen Stadtteil von Heilbronn im Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg. Sie gehört zur seit 2023 bestehenden vereinigten Kirchengemeinde Böckingen-Klingenberg, die sich innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg befindet. Die heutige Gestalt des Gotteshauses geht größtenteils auf einen Umbau aus dem 18. Jahrhundert zurück, während ältere Bauteile wie Chor und Sakristei auf die späte Gotik und Renaissance zurückgehen.

Das Langhaus der Kirche wird von einem hölzernen Tonnengewölbe überspannt. An der nördlichen Wand ist ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert mit einer Szene aus dem Buch Jesaja angebracht. An der Südwand ist das Wappen der Grafen von Neipperg zu sehen, ein Hinweis auf deren historische Bedeutung für den Kirchenbau. Einst gab es hier einen separaten Eingang für die Grafenfamilie, der später zugemauert wurde. In der westlichen Giebelseite befindet sich eine Empore mit einer Orgel aus dem 19. Jahrhundert. Außen an der Langhausfassade sind zwei Inschriften aus dem Jahr 1736 angebracht, die auf eine umfassende Renovierung hinweisen.

Der Chor stammt aus der Zeit der späten Gotik und ist mit einer flachen Holzdecke versehen. Die Ostwand wird von einem farbigen Glasfenster aus dem 20. Jahrhundert geschmückt, das von Adolf Saile entworfen wurde. Im Chorinneren finden sich drei Epitaphien der Familie von Neipperg aus den Jahrhunderten zuvor sowie ein Altar mit Kruzifix. Der Chorbogen ist mit aufgemalten Blumenranken verziert. Die angrenzende Sakristei verfügt über ein Kreuzrippengewölbe, dessen Schlussstein das Wappen der Neipperger zeigt. Die Sakristei wurde gemäß Inschrift 1508 als Kapelle gestiftet und später 1593 erweitert.

Die Kirche verfügt über zwei Glocken: eine barocke Glocke aus dem 18. Jahrhundert mit einer Darstellung der Geburt Christi sowie einer Inschrift zu Ehren Gottes, gegossen von Samuel Mezger. Eine zweite Glocke wurde im 20. Jahrhundert von der Heilbronner Glockengießerei A. Bachert gegossen. Die Kirche steht in der Tradition der evangelischen Reformationsgeschichte und war lange Zeit eine Filialkirche der Oberpfarrei Schwaigern.

Die Evangelische Kirche Klingenberg ist ein Zeugnis der regionalen Kirchengeschichte und spiegelt durch ihre Bauteile verschiedene Epochen wider – vom Spätgotischen bis hin zu barocken und modernen Elementen. Sie bleibt ein kultureller Anziehungspunkt im Stadtteil, auch wenn der Zugang nicht immer möglich ist.

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