Denkmal/Gedenkstätte

Überlauf, Rursee

Schwammenauel 301, 52396 Heimbach, Deutschland

Highlights

  • Die Rurtalsperre bei Heimbach staut die Rur zum 7,83 km² großen Rursee auf.
  • Der 77,4 m hohe Staudamm wurde 1938 fertiggestellt und später erhöht.
  • Während des Zweiten Weltkriegs spielte die Rur eine entscheidende Rolle als Frontlinie.

Tipps

  • Bei Überlauf der Rurtalsperre entstehen beeindruckende Wasserfälle – ideal für Fotografie und Naturbeobachtung.
  • Der Rursee eignet sich hervorragend für Picknicks, bietet ausreichend Parkplätze, auch wenn bei vollem Stau mit Besucherandrang zu rechnen ist.
  • Wasserspiegelveränderungen sind besonders im Frühling bei Schneeschmelze sichtbar – informativ und sehenswert.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Überlauf, Rursee

Der Überlauf der Rurtalsperre befindet sich im nordrhein-westfälischen Heimbach und ist ein markanter Teil der größten Talsperre der Eifel. Die Anlage staut die Rur und bildet zusammen mit der Vorsperre Obersee den Rurstausee, der im Volksmund auch als Rursee bekannt ist. Der Überlauf tritt dann in Erscheinung, wenn der Wasserstand im Stausee den maximal zulässigen Pegel erreicht und das überschüssige Wasser kontrolliert abfließen lässt. Dies geschieht über einen festgelegten Stauzielpegel, der bei rund 280,5 Metern liegt. In Zeiten starker Niederschläge oder Schneeschmelze, etwa im Frühling, kann dieser Pegel durchaus erreicht werden, was den Überlauf aktiv werden lässt.

Die Rurtalsperre wurde in den späten 1930er Jahren in Betrieb genommen und gehört zu den größten Talsperren Deutschlands. Der Hauptdamm, offiziell als Absperrbauwerk Schwammenauel bezeichnet, ragt 77,4 Meter in die Höhe. In den 1950er Jahren wurde er um rund 16 Meter erhöht, um die Speicherkapazität zu steigern. Der Staudamm liegt nur wenige Kilometer westlich des Heimbacher Stadtzentrums und ist ein beeindruckendes Beispiel für frühzeitige Wasserbaukunst. Die gesamte Anlage, einschließlich der Vorsperren, verfügt über ein Stauraumvolumen von mehr als 200 Millionen Kubikmetern.

Der Überlauf selbst ist nicht nur ein funktionales Element der Talsperre, sondern auch ein eindrucksvoller Anblick für Besucher. Wenn das Wasser über die Überlaufkante fließt, zeigt sich die Macht der Natur und die technische Dimension der Anlage. Diese Sichtweise zieht zahlreiche Gäste an, die den Prozess beobachten und fotografieren möchten. Um den Ort ranken sich auch geschichtliche Ereignisse, etwa aus dem Zweiten Weltkrieg, als die Rurfront eine entscheidende Rolle spielte. Im Februar 1945 wurde der Staudamm von deutschen Truppen gesprengt, um die Vormarsch der Alliierten zu verzögern – eine Flutwelle breitete sich daraufhin über mehrere Tage aus.

Der Standort ist auch landschaftlich reizvoll. Der Rursee erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 7 Quadratkilometern und wird von Naturschutzgebieten und dem Naturpark Hohes Venn-Eifel umgeben. Im Südosten grenzt der See an den Nationalpark Eifel an. Die Gegend lädt zu Spaziergängen, Picknicks und Aufenthalten im Freien ein. Zahlreiche Parkplätze in der Nähe bieten ausreichend Raum, auch an sonnigen Tagen mit vielen Besuchern. Die Kombination aus technischem Bauwerk, Naturerlebnis und historischem Hintergrund macht den Überlauf zu einem lohnenswerten Ziel in der Region.

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