Parks & Gärten

Aubachtal bei Rabenscheid

35767 Breitscheid

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Aubachtal bei Rabenscheid liegt in der Gemeinde Breitscheid im Lahn-Dill-Kreis.
  • Es umfasst naturnahe Bachauen, Feuchtwiesen und seltene Tier- und Pflanzenarten wie den Blauschillernden Feuerfalter.
  • Das Gebiet ist Teil des FFH-Gebietes „Hoher Westerwald“ und beherbergt die seltenen Faden-Binse und Trollblume.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Aubachtal bei Rabenscheid eignet sich für Beobachtungen seltener Schmetterlingsarten und Vögel wie des Schwarzstorchs.
  • Auf den naturnahen Feuchtwiesen und Waldrändern lassen sich typische Pflanzen wie Hochstauden und seltene Baumarten finden.
  • Das Gelände ist über einen fünf Kilometer langen Abschnitt entlang des Aubachs zu Fuß erkundbar und bietet verschiedene ökologische Lebensräume.

Eigenschaften

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Über Aubachtal bei Rabenscheid

Das Naturschutzgebiet Aubachtal bei Rabenscheid befindet sich im hessischen Breitscheid und erstreckt sich über eine Fläche von rund 63 Hektar. Es liegt nordöstlich des Ortsteils Rabenscheid und verfolgt den Verlauf des Aubachs, der durch das Tal fließt. Das Gebiet grenzt südlich an die Landesstraße L 3044 und schließt sich im Nordosten direkt an das Naturschutzgebiet Aubachtal bei Langenaubach an. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die denkmalgeschützte Fischbach-Mühle. Das Schutzgebiet ist Teil des FFH-Gebietes „Hoher Westerwald“ sowie des europäischen Vogelschutzgebietes „Hoher Westerwald“.

Das Aubachtal bei Rabenscheid umfasst vielfältige naturnahe Lebensräume, darunter Bachauen, Seggenriede, blütenreiche Hochstaudenfluren sowie feuchte Berg-Ahorn-, Eschen- und Erlenwälder. Besonders erwähnenswert sind die dauerhaft wasserüberstaften Erlen-Sumpfwälder, die seltene Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen hat sich zudem strukturreiches Waldwachstum entwickelt. Diese Vielfalt an Biotopen trägt zu einem artenreichen Bestand bei, der auch stark gefährdete Arten umfasst.

Die Flora des Gebiets zählt mehrere seltene Pflanzenarten, darunter die Faden-Binse, die Grau-Segge, die Trollblume, das Sumpf-Blutauge, das Männliche Knabenkraut, der Fieberklee, der Blaue Eisenhut und das Nordische Labkraut. Diese Arten profitieren von den naturnahen Feuchtbiotopen und blütenreichen Flächen. Auch die Fauna ist artenreich: Unter anderem wurden der Blauschillernde Feuerfalter, der Große Schillerfalter, der Silberfleck-Perlmuttfalter sowie die Wasseramsel und der Große Eisvogel nachgewiesen. Insgesamt wurden mehr als 214 Schmetterlingsarten dokumentiert. Aufgrund der hohen Wasserqualität des Aubachs ist auch die Dunkers Quellschnecke im Gebiet anzutreffen.

Das Gebiet bietet Lebensraum für verschiedene gefährdete Tierarten, darunter der Wiesenpieper, das Braunkehlchen und die Blauflügel-Prachtlibelle. Auch die Zweigestreifte Quelljungfer wurde im Aubachtal gesichtet. Diese Artenvielfalt unterstreicht die ökologische Bedeutung des Tals. Besonders Feuchtbiotope spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt dieser Artenvielfalt.

Um die natürlichen Strukturen langfristig zu erhalten, sind gezielte Pflegemaßnahmen notwendig. Dazu gehören unter anderem die Entnahme von Gehölzen und durchwachsenden Bäumen auf Wiesenflächen sowie eine gezielte Beweidung, um den offenen Charakter der Feuchtgrünlandbereiche zu erhalten. Diese Maßnahmen sind Teil eines übergeordneten Managementplans für das FFH-Gebiet „Hoher Westerwald“, zu dem das Aubachtal bei Rabenscheid gehört.

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