Parks & Gärten

Grabland

56479 Liebenscheid

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Grabland in Liebenscheid umfasst 40 Hektar und schützt Mager- und Feuchtgrünland sowie naturnahe Bachabschnitte.
  • Gefährdete Arten wie Groppe, Eisvogel und Schwarzblauer Ameisenbläuling leben hier.
  • Das Gebiet ist Teil des FFH-Gebietes DE-5214-306 und wurde 2003 rechtswirksam geschützt.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Grabland bietet artenreiches Mager- und Feuchtgrünland, ideal für Naturliebhaber.
  • Aufenthaltsorte wie Grillplätze und Bolzplätze laden zur Erholung ein, Wildäcker fördern die heimische Fauna.
  • Wanderwege durch das Gelände ermöglichen einen lehrreichen Besuch bei gleichzeitiger Erholung in der Eifel.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Grabland

Das Naturschutzgebiet Grabland liegt im Ortsteil Liebenscheid im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Es umfasst eine Fläche von rund 40 Hektar und ist seit Anfang der 2000er Jahre unter Schutz gestellt. Das Gelände erstreckt sich über einen größtenteils unverbauten Hangbereich und beherbergt vielfältige Lebensräume, darunter Magerwiesen, Nassgrünland, naturnahe Bachabschnitte sowie verschiedene Waldtypen. Die Flora und Fauna des Gebiets profitieren von der extensiven Nutzung und dem Schutzstatus, der eine Zerstörung der empfindlichen Ökosysteme verhindert.

Geprägt wird das Landschaftsbild unter anderem durch eine Gemeindehude, die sich nördlich und östlich des Katasterbereichs ausbreitet. Diese Flächen bestehen überwiegend aus mageren Grünlandflächen und Brachen, die zum Teil noch extensiv beweidet werden. Im Unterhangsbereich finden sich zudem Nassweiden sowie kleinere Bäche und Quellbereiche. Die Vegetation wird durch Einzelbäume, Baumgruppen und Strauchbestände strukturiert, die auf Basaltblöcken und Lesesteinhaufen wachsen. In einigen Bereichen ist eine stärkere Verbuschung zu beobachten, während andere Flächen in den vergangenen Jahren entbuscht und einer pfleglichen Nutzung zugeführt wurden.

Ein besonderes Merkmal des Gebiets ist der vielfältige Waldbestand. Im südwestlichen Bereich thront ein nährstoffreicher Eschen-Ahorn-Mischwald auf tiefgründigem Basaltboden, der früher im Niederwaldbetrieb genutzt wurde und sich mittlerweile zu einem artenreichen Hochwald entwickelt. Im Westen grenzt ein Eichen-Buchen-Streifen sowie eine Felsgruppe namens „Wildweiberhaus“ an das Schutzgebiet. Diese Felsformation wird von einem autochthonen Lindenmischbestand gesäumt. Auch kleinflächige Mischwälder im mittleren Hangbereich tragen zur strukturellen Vielfalt bei. Ein kleiner, aufgelassener Steinbruch im Norden sowie mehrere Wildäcker und Freizeitflächen am Südrand ergänzen das Landschaftsbild.

Das Schutzziel des Naturschutzgebiets umfasst die Erhaltung und Wiederherstellung typischer Lebensräume wie Mager- und Nassgrünland, Feuchtgrünland in Form von Waldbinsensumpf und Sumpfdotterblumenwiese sowie Goldhaferwiesen. Diese Flächen bieten Lebensraum für verschiedene gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus dienen naturnahe Bachabschnitte als Refugium für Fischarten wie die Groppe sowie für den Eisvogel und den Rotmilan. Auch der Schwarzblaue Ameisenbläuling, eine Art von gemeinschaftlichem Interesse gemäß der FFH-Richtlinie, wird im Zusammenhang mit dem Gebiet genannt.

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