Denkmal/Gedenkstätte

Burg Reifferscheid

Zehntweg 5, 53940 Reifferscheid

Highlights

  • Die Burg Reifferscheid thront auf 450 Metern Höhe nahe der deutsch-belgischen Grenze.
  • Von der mittelalterlichen Höhenburg sind heute nur noch Reste der Umfassungsmauern und ein weiß gestrichener Bergfried erhalten.
  • 1669 brannte die Burg vollständig nieder und wurde anschließend barock umgebaut.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Eine Burg mit Panorama in Reifferscheid

Die Burg Reifferscheid thront in einer Höhe von etwa 450 Metern über dem Meeresspiegel und zählt zu den markanten Zeugnissen mittelalterlicher Baukunst in der Eifel. Sie liegt nahe der deutsch-belgischen Grenze im nordrhein-westfälischen Ortsteil Reifferscheid der Gemeinde Hellenthal. Der Name der Burg leitet sich vermutlich von einem Waldstück ab, das einst einem Mann namens Rifhari gehörte – „Rifersceith“ oder „Rifheres-sceit“ bedeutet demnach „Waldteil des Rifhari“. Die heute sichtbaren Reste der Anlage umfassen Teile der ursprünglichen Umfassungsmauern, einen beeindruckenden Torbau mit zwei runden Türmen und eine übergiebelte Durchfahrt. Besonders auffällig ist der weiß gestrichene, runde Bergfried aus Bruchstein, der weithin sichtbar über dem Berggelände aufragt. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg erfolgte im Jahr 1106. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Reifferscheid zu einem wichtigen Ort: Im 12. Jahrhundert wurde eine nahegelegene Kapelle zur Pfarrkirche erhoben, und erstmals wurden die Herren von Reifferscheid erwähnt. Im Mittelalter teilten sich die Brüder einer adeligen Familie die Herrschaft, woraus sich der neue Zweig der Herren von Wildenburg entwickelte. Die Burg wurde mehrfach belagert, unter anderem erfolglos im späten Mittelalter, nachdem ein Mitglied der Herrscherfamilie durch räuberische Überfälle den Landfrieden gebrochen hatte. Im späten Mittelalter erbten die Herren von Reifferscheid die Linie der Grafen von Salm und führten fortan den Namen von Salm-Reifferscheid. Nach einem verheerenden Brand im 16. Jahrhundert wurde die Burg wieder aufgebaut. Ein weiteres Feuer im 17. Jahrhundert zerstörte Burg und Ort fast vollständig. Daraufhin ließ der Besitzer auf den alten Fundamenten ein barockes Schloss errichten. Doch auch diese neue Pracht war von kurzer Dauer: Während eines großen Krieges des 17. Jahrhunderts wurde das Schloss von fremden Truppen geschleift. Dennoch wurde es offenbar rasch wiederaufgebaut, wie eine Tuschezeichnung von etwa 1725 zeigt. Im Zuge der napoleonischen Kriege besetzten Truppen der französischen Revolutionsarmee die Anlage, bevor sie schließlich endgültig aufgegeben wurde. Heute laden die eindrucksvollen Ruinen der Burg Reifferscheid zu einer Zeitreise ins Mittelalter ein. Die malerischen Überreste mitten in der abwechslungsreichen Eifellandschaft bieten nicht nur historisch Interessierten, sondern auch Naturliebhabern einen lohnenswerten Ausflugsziel. Die Burg ist ein eindrucksvolles Zeugnis vergangener Macht und wechselvoller Geschichte, das Besucher aus nah und fern anzieht.

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Häufige Fragen zu Burg Reifferscheid

Wo befindet sich die Burg Reifferscheid?
Die Ruine der Burg Reifferscheid steht nahe der deutsch-belgischen Grenze im Ortsteil Reifferscheid der Gemeinde Hellenthal im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Was sind die erhaltenen Bauwerke der Burg Reifferscheid?
Von der Burg sind Reste der Umfassungsmauern, ein Torbau mit Rundtürmen und der weiß gestrichene, runde Bergfried aus Bruchstein erhalten. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wird die Burg Reifferscheid erstmals erwähnt?
Reifferscheid wird 1106 in der Chronica regia coloniensis unter „Riferschit“ erstmals schriftlich erwähnt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurde die Burg 1106 zerstört?
Herzog Heinrich von Limburg und Niederlothringen ließ die Burg 1106 niederbrennen, um zu verhindern, dass sie in Feindeshand fiel. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia