Christuskirche
Highlights
- Die Christuskirche in Rheinfelden wurde 1937 eingeweiht und dient heute der evangelischen Gemeinde im Stadtzentrum.
- Der Glockenturm der Kirche verfügt über Klangarkaden und Zifferblätter an West- und Ostseite.
- Im Innenraum befinden sich Glasmalereien von Rudolf Yelin und Mosaike mit biblischen Szenen.
Tipps
- Die Christuskirche in Rheinfelden ist eine evangelische Pfarrkirche im Stadtzentrum, direkt östlich des Rathauses gelegen.
- Der Glockenturm der Kirche läutet alle 15 Minuten, was von Anwohnern als störend empfunden wird.
- Die Kirche wurde 1937 eingeweiht und verfügt über eine Christusstatue von Otto Schneider vor dem Eingang.
Eigenschaften
Über Christuskirche
Die Christuskirche in Rheinfelden (Baden) ist eine evangelische Pfarrkirche, die sich im Zentrum der Stadt östlich des Rathauses befindet. Sie dient den Gemeinden des Stadtzentrums sowie des Stadtteils Warmbach. Der Kirchbau entstand in den 1930er Jahren und wurde 1937 eingeweiht. Entworfen wurde das Gebäude vom Architekten Wilhelm Preschany, der einen schlichten, rechteckigen Bau mit Satteldach schuf. Charakteristisch sind die Anbauten an der Nord- und Südseite sowie der Glockenturm im Nordosten, der über Arkaden verfügt und an der West- und Ostseite Zifferblätter aufweist.
Ein besonderes äußeres Merkmal der Kirche ist die Christusstatue vor dem Eingang, die vom Karlsruher Künstler Otto Schneider geschaffen wurde. Obwohl ihr Stil dem nationalsozialistischen Kunstverständnis entspricht, wurde ihr Aufstellen zeitweise von der NSDAP-Kreisleitung kritisiert. Die Statue wurde schließlich kurz vor der Kircheneinweihung aufgestellt. Der Innenraum der Kirche überzeugt durch eine schlichte, dennoch kunstvolle Ausstattung. Das Langhaus wird von einer Holzdecke überspannt und erhält Licht durch fünf hohe Bogenfenster an jeder Längsseite. Die Glasmalereien in den Fenstern stammen vom Stuttgarter Künstler Rudolf Yelin dem Jüngeren und zeigen Szenen aus dem Leben Jesu.
In der Chorwand befinden sich Mosaike von Yelin, die Motive wie eine Heilungsszene oder die Erscheinung Christi darstellen. Der Altarraum beherbergt eine Mensa mit Kreuz sowie einen Taufstein mit Taufschale. Die Kirche verfügt über ein vierstimmiges Geläut, darunter eine Glocke aus dem Jahr 1900 und drei weitere aus Gussstahl, die 1951 vom Bochumer Verein gegossen wurden. Besonders erwähnenswert ist auch die Orgel, die 1980 von dem Orgelbauer Rensch erbaut wurde. Mit 38 Registern und mechanischer Traktur wurde sie 2024 umfassend überholt und um ein zusätzliches Register erweitert.
Die Christuskirche steht im Zentrum des rheinfelder Gemeindelebens und wird regelmäßig für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen genutzt. Neben dem Gottesdienstgeschehen bietet sie Raum für verschiedene Gemeinschaftsaktivitäten. Die Kirche genießt bei Besucherinnen und Besuchern ein durchschnittlich positives Feedback, wobei insbesondere die regelmäßigen Glockenschläge unterschiedlich bewertet werden. Während einige den Klang als störend empfinden, sehen andere in der Kirche einen ruhigen Ort der Andacht mitten in der Stadt.